In Blumenthal tut sich was! Die Trassenarbeiten entlang der Hammersbecker Straße sind fast abgeschlossen, und das bedeutet: Bald wird der Auto- und Busverkehr wieder ganz normal rollen können. Ein kleiner Lichtblick für alle, die sich durch die Baustellen geschlängelt haben. Besonders spannend ist der bevorstehende Anschluss des Nordbremer Klinikums ans Fernwärmenetz. Laut Dennis Witt von Enercity Contracting laufen derzeit die letzten Schweißarbeiten und Testphasen. Das Klinikum soll voraussichtlich im Juni endlich mit der Fernwärme versorgt werden. Das war ein ganz schöner langer Weg, der mehr Zeit in Anspruch nahm, als ursprünglich gedacht.

Die Übergabestation für die Fernwärme auf dem Klinikgelände ist mittlerweile fertig, und die Leitungsarbeiten dort sind ebenfalls abgeschlossen. Nur die Baustelle an der Hammersbecker Straße bleibt noch. Im vergangenen Monat fehlten noch 250 Meter für den Lückenschluss. Komisch, aber manchmal tauchen unerwartete Herausforderungen auf – so waren etwa einige Versorgungsleitungen entlang der Hammersbecker Straße nicht eingezeichnet, was zu Verzögerungen führte. Aber keine Sorge, ein zweiter Ausläufer führt schon jetzt zur Aufnahmestelle für Flüchtlinge an der Lindenstraße, die bereits mit Fernwärme versorgt wird. Ursprünglich war vorgesehen, zuerst das Krankenhaus und dann die Anlaufstelle anzuschließen. Am Ende wird alles gut!

Ein Schritt in eine klimafreundlichere Zukunft

Am 26. September 2024 wurde ein weiterer wichtiger Schritt gemacht. Ein Vertrag zwischen der Stadtgemeinde Bremen und Enercity Contracting über die Nutzung öffentlicher Verkehrswege für den Bau und Betrieb des Fernwärmenetzes wurde unterzeichnet. Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Kathrin Moosdorf, betont, dass dieses Projekt zur Wärmewende in Bremen beitragen soll. Es ist Teil der kommunalen Wärmeplanung und Klimaschutzstrategie. Ehrlich gesagt, es klingt nach einer wunderbaren Initiative, die nicht nur das Klinikum, sondern auch Schulen und andere öffentliche Gebäude in Blumenthal und Vegesack mit Wärme versorgen wird.

Die Investitionen in Höhe von rund 45 Millionen Euro in den nächsten Jahren zeigen, wie ernst es mit der Sache gemeint ist. Enercity Contracting plant, in den nächsten Jahren auf etwa zehn Leitungskilometer zu kommen. Das Ziel? Die Nutzung der Abwärme des Heizkraftwerks Blumenthal, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Ein wichtiges Unterfangen, gerade in Zeiten des Klimawandels. Die ersten Großabnehmer sind bereits festgelegt: Neben dem Klinikum wird auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) profitieren.

Auf zu neuen Ufern

Die Versorgungsleitungen entlang der Hammersbecker Straße sind nur der Anfang. Enercity plant, auch den Betriebshof der Bremer Straßenbahn AG und das Gustav-Heinemann-Bürgerhaus anzuschließen. Rund 30 öffentliche Liegenschaften grenzen an die geplanten Trassenabschnitte in den Nordbremer Stadtteilen. Man fragt sich, wie viel Wärme da wohl fließen wird! Und das Beste? Der Baustart für die nächsten Leitungen wird für Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres erwartet. Wer hätte gedacht, dass das Fernwärmenetz so schnell wachsen würde?

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Das alles zeigt, dass in Blumenthal nicht nur an der Oberfläche gearbeitet wird. Hier wird geforscht, geplant und investiert, um eine nachhaltigere und klimafreundlichere Zukunft zu schaffen. Das ist eine spannende Zeit für die Stadtteile Blumenthal und Vegesack, und wir dürfen gespannt sein, wie sich das alles entwickeln wird. Bleiben wir dran!