In Blumenthal tut sich was! Die Gärten werden bunter, lebendiger und nachhaltiger. Katrin Segger hat mit ihrem Projekt im Rahmen des Wettbewerbs „Bremen pflastert ab“ ein echtes Vorbild geschaffen. Letztes Jahr hat sie 25 Quadratmeter ihres Gartens entsiegelt, und was soll ich sagen? Da sprießt jetzt eine Naturwiese voller Artenvielfalt! Ein echter Hingucker für die Nachbarn und ein Lebensraum für viele kleine Tierchen.

Die Umgestaltung ist nicht nur schick anzusehen, sondern auch clever durchdacht. Alle Regenwassermaßnahmen bleiben auf ihrem Grundstück. Ein Gründach, ein Regenwassertrog – alles ist darauf ausgelegt, die Umwelt zu unterstützen. Die Platten, die vorher den Boden bedeckten, wurden größtenteils wiederverwertet. Der Rest? Der wurde einfach kostenlos abtransportiert. So macht man das!

Wettbewerb mit Weitblick

Der Wettbewerb „Bremen pflastert ab“ läuft bis zum 31. Oktober und lädt sowohl private als auch gewerbliche Flächen ein, sich umzugestalten. Die Preisverleihung ist für den 19. November geplant. Bis jetzt wurden in Bremen bereits 432 Quadratmeter abgepflastert. Doch die Resonanz aus Bremen-Nord könnte besser sein. Ein bisschen mehr Mut zur Entsiegelung könnte der Region gut tun!

Und das ist noch nicht alles. Katrin hat auch einen neuen Kiesplatz (4,5 Quadratmeter) und ein Kräuterbeet angelegt. Ein Regenwassertrog mit Überlauf in einen Sickerkanal sorgt dafür, dass das Wasser auch dort bleibt, wo es hingehört: im Garten! Das Dach des Anbaus hat sie in ein blühendes Gründach verwandelt. Ein kleiner Schritt für den Garten, aber ein großer für das Klima!

Unterstützung und Tipps

Die Bremer Umwelt Beratung e. V. steht jedem, der ähnliche Vorhaben plant, hilfreich zur Seite. Sie informieren und beraten zu Klimaanpassungsmaßnahmen, und ab Januar 2025 gibt es sogar ein Förderprogramm, das spezielle Förderungen für Dach- und Fassadenbegrünungen, Regen- und Grauwassernutzung sowie Entsiegelungen bündelt. Das klingt doch nach einer großartigen Gelegenheit, um selbst aktiv zu werden!

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Wer noch nicht so recht weiß, wie er anfangen soll, kann sich Gartentipps vom Landesverband der Gartenfreunde Bremen holen oder die Pflanzenliste der Bremer Umweltberatung einsehen. Für die, die es ganz einfach mögen, gibt’s sogar eine kostenlose regionale Saatgutmischung „City Mix Bremen“ für Blühwiesen an vier Ausgabestellen. Einfach vorbeischauen und loslegen!

Ein wichtiger Schritt in die Zukunft

Das Thema Entsiegelung ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit. Immerhin gibt es in Blumenthal viele versiegelte Flächen, die Hitze speichern und kein Wasser in den Boden lassen. Starkregen führt schnell zu überlasteten Kanalisationen und erhöht das Hochwasser-Risiko. Das Programm zur Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel, das 2020 vom Bund aufgelegt wurde, zielt genau darauf ab. Es fördert die klimagerechte Stadtentwicklung und die Erhaltung von Grünflächen. Denn eine grüne Stadt ist eine gesunde Stadt!

Insgesamt hat die Stadt Bremen durch verschiedene Förderprogramme und Projekte die Möglichkeit, ihre Umgebung zu verbessern, Lebensqualität zu sichern und der Artenvielfalt eine Chance zu geben. Ein Schritt nach dem anderen – und jeder Garten zählt!