Im Herzen von Blumenthal, einem charmanten Stadtteil Bremens, brodelt es. Die Bewohner sind auf den Beinen, und das aus gutem Grund: Eine Petition zum Bau einer Schwimmhalle hat bereits stolze 1165 Unterschriften gesammelt. Ein eindringlicher Aufruf, der zeigt, wie wichtig das Schwimmen in dieser Region ist – nicht nur für das Wohlbefinden, sondern auch für die Gemeinschaft. Die Zeichnungsfrist läuft bis Ende Juni, und jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass dieser Traum in Erfüllung geht.
Die Argumentation hinter dieser Petition könnte kaum klarer sein. Die Schließungen des Vegesacker Freizeitbades und des Grohner Sportbads haben eine echte Lücke hinterlassen. Die Menschen hier im Norden brauchen dringend die Möglichkeit, ihre Bahnen zu ziehen. Der Petitionsausschuss in Bremen wird sich dem Anliegen annehmen, und die nächste Sitzung findet schon Mitte Juni statt. Bei mehr als 50 Unterschriften wird zudem eine öffentliche Anhörung einberufen – ein Schritt in die richtige Richtung! Der Name des Petitionserstellers bleibt bis zur Anhörung anonym, was dem Ganzen einen Hauch von Geheimnis verleiht.
Ein vielversprechendes Projekt
Seit Anfang 2021 planen Christian Gerken und andere engagierte Bürger den Bau dieser Schwimmhalle. Die Vision? Ein Wettkampfbad mit acht 50-Meter-Bahnen. Doch die Realität sieht etwas anders aus. Die Bremer Bäder schlagen aus Kostengründen eine kleinere Variante mit sechs 25-Meter-Bahnen vor. Keine einfache Entscheidung, denn die Diskussionen über die Größe und Ausgestaltung des Bades sind noch lange nicht abgeschlossen. Ein weiterer Stolperstein: Die Planungsmittel der Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack wurden vom Bund abgelehnt. Das Finanzierungsmodell wurde als nicht ausreichend belastbar eingestuft. Ein echter Dämpfer für alle Beteiligten!
Uwe Schmidt, der SPD-Bundestagsabgeordnete, hat die Bedeutung dieses Projekts betont und fordert Unterstützung. Die 15 Millionen Euro, die der Bund bereits zugesagt hat, sind ein Lichtblick, doch ohne zusätzliche Mittel wird die Umsetzung schwierig. Die Fliegerhalle, die ursprünglich für den Umbau vorgesehen war, hat im Sommer 2024 ein tragisches Schicksal erlitten und ist abgebrannt. Solche Rückschläge sind frustrierend, und Christian Gerken hofft, dass die Schwimmhalle im übernächsten Jahr fertiggestellt werden kann. Ein straffer Zeitplan, der noch viel Geduld und Verhandlungsgeschick verlangt.
Die Herausforderungen im Überblick
In vielen Städten und Gemeinden ist der Sanierungsstau bei Sportstätten und Schwimmbädern beachtlich. Wie die Bundesregierung selbst in einer Antwort auf eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen eingeräumt hat, fehlen aktuelle Informationen über den Zustand dieser Einrichtungen. Dabei haben Schwimmbäder eine besondere Bedeutung als Orte der Begegnung und körperlichen Aktivität. Die Bundesregierung unterstützt Länder und Kommunen beim Abbau des Sanierungsstaus, doch die Verantwortung liegt letztendlich bei den Ländern. In Zeiten, in denen über 50 % der Kommunen laut KfW-Kommunalpanel ihre Schwimmbäder nicht ausreichend finanzieren können, ist das ein gewaltiger Berg, der abgetragen werden muss.
Das Gesetz, das die Nutzung eines Anteils von 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität regelt, könnte hier eine Lösung bieten. Doch die Umsetzung obliegt den Ländern, und die Verhandlungen über den Haushalt werden im Herbst im Deutschen Bundestag abgeschlossen. Es bleibt also spannend, ob und wie die Pläne für das Blumenthaler Bad vorankommen – und ob die Schwimmbegeisterten in der Region bald wieder in die Fluten eintauchen können.
