Heute ist der 10.05.2026, und während in Blumenthal die ersten Sonnenstrahlen des Tages die Straßen küssen, bereitet sich ein ganz besonderer Bremer Priester auf eine außergewöhnliche Herausforderung vor. Pawel Nowak, ein Mann mit einer Vision und einer Mission, wird bald die Pedale beim Race Across America (RAAM) drücken – dem härtesten Radrennen der Welt. Aber es geht ihm nicht nur um den Wettkampf; er fährt für eine Herzensangelegenheit.
Der 35-jährige Nowak, der seit 2014 im Bistum Hildesheim tätig ist, wird als erster katholischer Priester in der Solo-Kategorie an dem Rennen teilnehmen. Was für eine Ehre! Man kann sich vorstellen, wie die Aufregung in der Luft liegt, während er sich mit seinem Team von sieben Unterstützern auf den Weg nach Amerika macht. Am 8. Juni fliegt er mit drei Fahrrädern und seinem Team – darunter sein Bruder Rafal und die RAAM-Siegerin Aneta Lamik von 2025 – in die USA. Die Route führt durch 13 Bundesstaaten und über vier der längsten Flüsse Amerikas, darunter der Colorado und der Mississippi. Ein Abenteuer, das Mut und Entschlossenheit erfordert!
Ein Segen aus Rom
Und apropos Entschlossenheit: Nowak hat den Segen von Papst Leo XIV. erhalten, den er im Vatikan traf. Ein Moment, der nicht nur seine spirituelle Reise, sondern auch seine sportliche Herausforderung prägt. Er ist fest entschlossen, mit seiner Teilnahme Geld für die Bremer Initiative „Trauerland“ zu sammeln, die Kinder unterstützt, die einen nahen Menschen verloren haben. Ein Ziel, das ihm am Herzen liegt und das ihn antreibt, 26.000 Euro zu sammeln – basierend auf den 16.000 Euro, die er im Vorjahr für ein Kinderhospiz aufgebracht hat. Das ist bemerkenswert!
Jetzt könnte man meinen, dass so ein Abenteuer leicht von der Hand geht, aber die Kosten für das RAAM-Abenteuer belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Ein Batzen, den Nowak größtenteils selbst finanziert, was zeigt, wie ernst er es mit seiner Mission meint. „Ich sehe Sport als Schutz vor Suchtverhalten“, sagt er und unterstreicht die Bedeutung der mentalen Stärke während des Rennens. Schließlich wird er am 16. Juni in Oceanside, Kalifornien, an den Start gehen – und das mit einem klaren Kopf und einem starken Glauben.
Training und Vorbereitung
Sein Training in Bremen ist intensiv. Immer wieder sieht man ihn in den Straßen, wie er sich auf die Herausforderungen der Rocky Mountains und der Appalachen vorbereitet. Da wird geschwitzt, und manchmal ist es auch schmerzhaft. Aber jeder Pedaltritt bringt ihn seinem Ziel näher. „Ich glaube, dass ich auch während des Rennens in Kontakt mit Gott bleibe“, fügt er hinzu. Diese persönliche Verbindung wird ihm in den langen, harten Nächten, die vor ihm liegen, Kraft geben. Denn in der Einsamkeit des Rennens ist es oft der Glaube, der einen antreibt.
Es ist eine Reise, die weit über das Radfahren hinausgeht. Pawel Nowak ist nicht nur ein Radfahrer, sondern ein Botschafter der Hoffnung für trauernde Kinder. Wenn er die Ziellinie in Atlantic City am 27. Juni überquert, wird es nicht nur ein sportlicher Triumph sein, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls in dieser oft kalten Welt. Und das ist es, was die Menschen bewegt – die Fähigkeit, durch eigene Herausforderungen anderen zu helfen. Das ist der wahre Geist des RAAM. Auf geht’s, Pawel! Die Straßen warten auf dich!