Farbenfrohe Geschichten aus dem Kursana-Domizil: Kirsten Koltermanns kreative Reise im Alter
Heute ist der 8.07.2026 und wir blicken in die Welt der Kunst, die sich auf ganz besondere Weise entfaltet. In einem Pflegebett im Kursana-Domizil Bremen-Nord malt die 83-jährige Kirsten Koltermann-Hammerström mit unermüdlicher Leidenschaft. Sie ist eine gebürtige Vegesackerin und hat an der staatlichen Kunstschule in Bremen studiert. Mit Hunderte ihrer farbenfrohen und detailreichen Werke im Postkartenformat gibt sie ihrer Kreativität freien Lauf – ein wahres Kunstwerk in jedem einzelnen Bild!
Als ehemalige Grundschullehrerin in Aumund hat sie nicht nur viele Schüler inspiriert, sondern auch die Fähigkeit, mit Farben Geschichten zu erzählen. Ihre Kunstwerke, die in ihrem Zimmer fröhlich an den Wänden hängen, umfassen alles von Hasen über Blumen bis hin zu starken Frauen. Besonders faszinierend sind die zwei experimentellen Werke, die sie „Wächter“ nennt. Diese sollen nicht nur die Einrichtung, sondern auch die Menschen um sie herum beschützen. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Kunst auch im Alter eine schützende und verbindende Kraft entfalten kann.
Ein kreatives Leben im Kursana-Domizil
Claudia Stradomsky, die im Betreuungsteam arbeitet, ist begeistert von Kirstens Schaffenskraft: „Seit ihrem Einzug vor einem Jahr hat sie Hunderte Bilder erschaffen.“ Wow! Das ist wirklich eine beeindruckende Anzahl! Sie benötigt keine Brille und malt ununterbrochen, oft auch nachts, wenn der Schlaf sie nicht finden kann. Musik inspiriert sie und lässt sie in ihre kreative Welt eintauchen. Ihre Malutensilien – Buntstifte, Klebstoff, Schere, Radiergummi und ein Kunstblock – sind immer griffbereit. Nachts räumt sie ihren Arbeitsplatz auf, um sicherzustellen, dass ihre Bettwäsche nicht mit Farbflecken verziert wird. Wie pragmatisch!
Früher hat sie großflächiger gearbeitet, doch heute sind es die kleinen Formate, die ihr Freude bereiten. Kirsten hat sogar schon in Düsseldorf und im Taunus ausgestellt, zuletzt im Schloss Schönebeck mit 70 Jahren. Ihr Mann Jörg, der ebenfalls Maler war, hat sie in ihrer künstlerischen Reise unterstützt, auch wenn seine realistische Malweise nicht ganz zu ihren abstrakten Bildern passte. Und die humorvollen Weihnachtsmänner und Osterhasen, die sie zu Feiertagen erschafft und verschenkt? Die sind der Hit in ihrer Familie und bei Freunden!
Ein Traum wird wahr?
Ein großer Traum von Kirsten ist es, ihre Werke im Café Kränholm auszustellen – der Ort, an dem sie letztes Jahr eine Familienfeier gefeiert hat. „Stellt euch vor, bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen meine Bilder zu zeigen!“, schwärmt sie. Das wäre doch ein schöner Anblick, oder? Ihr Sohn Jochen bringt ihr regelmäßig Material mit, was zeigt, wie wichtig ihm ihre Leidenschaft ist. Es ist berührend zu sehen, wie Kunst generationenübergreifend verbindet.
In einem Umfeld, das oft von Routine geprägt ist, gelingt es Kirsten, mit ihrer Kreativität einen farbenfrohen Akzent zu setzen. Sie hat keinen Fernseher, aber ein E-Book für ihre Malpausen – vielleicht um ihren kreativen Geist noch mehr zu stimulieren. Ihre Bilder sind nicht nur Kunstwerke, sie sind ein Teil ihrer Lebensgeschichte und ihrer unermüdlichen Neugier, die auch im Alter nicht nachlässt. Kirsten Koltermann-Hammerström zeigt uns allen, dass das Leben, egal in welchem Alter, voller Farben und Möglichkeiten steckt!
