In den letzten Jahren haben sich im Bremer Stadtteil Burgdamm die Sicherheitsmaßnahmen im Werkmarkt Sitec drastisch verändert. Martin Hirsch und Andreas Bräuer, die Inhaber des Geschäfts, haben seit September 2022 die Eingangstür des Werkmarkts geschlossen. Zutritt gibt’s nur noch nach Klingeln. Wer hätte gedacht, dass es so weit kommen musste? Die Gründe sind ernüchternd. Immer wieder mussten die beiden Diebstähle hinnehmen, darunter ein besonders dreister Vorfall, bei dem Akkuschrauber im Wert von über 1000 Euro entwendet wurden. Ein echtes Loch im Geldbeutel!

Ein bisschen Hoffnung kam auf, als die Zutrittsregelung im Mai 2023 gelockert wurde, aber das Glück war nicht von Dauer. Nur wenig später wurden 20 Sägeketten im Wert von über 500 Euro gestohlen. Das hat verständlicherweise die Alarmglocken läuten lassen. Seither bleibt die Tür geschlossen, und ein Personenleitsystem sorgt dafür, dass nur autorisierte Käufer den Verkaufsraum betreten. Komisch, dass solche Maßnahmen notwendig sind, oder? Aber in der heutigen Zeit scheint Diebstahl ein weit verbreitetes Problem zu sein. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt einen Anstieg der Ladendiebstähle im Bremer Norden bis 2024, mit einem Höchststand von 893 Fällen.

Diebstahl und seine Folgen

Die Inhaber sind sich der wirtschaftlichen Schäden, die solche Vorfälle mit sich bringen, bewusst. Sie haben eine Versicherung, melden jedoch nicht jeden Diebstahl, um eine Hochstufung zu vermeiden. Irgendwie verständlich, aber auch ein wenig frustrierend. Alle Delikte werden dennoch zur Anzeige gebracht, um die Polizeiliche Kriminalstatistik nicht zu verfälschen. Eine ehrliche Sache, die nicht jeder so handhabt. Diebstahl ist ein bekanntes Problem, und die Häufigkeit hat zugenommen – das wird nicht nur im Bremer Norden deutlich. Im Jahr 2025 gab es deutschlandweit 357.651 einfache Ladendiebstähle, ein Rückgang um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Dunkelziffer? Die Experten schätzen sie auf über 90 Prozent. Das ist schon ein ganz schöner Brocken.

Diese dunklen Zahlen sind nicht nur für die Inhaber des Werkmarkts Sitec relevant. Die Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte in Deutschland lag 2024 bei über 5,8 Millionen Fällen, was über 1,94 Millionen Diebstähle ausmacht. Ein Drittel aller Straftaten! Und während der Corona-Pandemie sank die Zahl der Diebstähle aufgrund weniger Tatgelegenheiten. Nach der Pandemie gab es einen Anstieg, aber 2024 kam es zu einem Rückgang von 1,6 % im Vergleich zu 2023. Es ist ein ständiges Auf und Ab.

Positive Rückmeldungen und neue Wege

Doch nicht alles ist düster. Seit der Schließung der Tür und der Einführung des Personenleitsystems gab es keine weiteren Diebstähle im Werkmarkt. Die Kunden zeigen Verständnis für die Zutrittsregelung, und Beschwerden sind eher die Ausnahme als die Regel. Das ist doch mal eine positive Wendung! Zudem berichten die Inhaber von positiven Erfahrungen: Die Kunden werden nun persönlich begrüßt, was eine ganz andere Atmosphäre schafft. Das hat auch seine Vorteile. Eine persönliche Note kann so viel ausmachen, gerade in einer Zeit, in der Sicherheit und Vertrauen oft auf der Strecke bleiben.

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Die Situation im Einzelhandel ist also alles andere als einfach. Die geschätzten Schäden durch Kundendiebstähle belaufen sich auf satte 3,05 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Schäden durch eigene Mitarbeiter und organisatorische Mängel. Die Investitionen in Präventions- und Sicherungsmaßnahmen steigen jährlich auf 1,70 Milliarden Euro. Ein ganz schöner Aufwand, um den Laden am Laufen zu halten.

Insgesamt bleibt zu hoffen, dass sich die Situation für den Werkmarkt Sitec und die gesamte Branche langfristig verbessert. Aber bis dahin heißt es: Klingeln, bitte!