Die Straßen von Bremen sind nicht nur für den Alltagsverkehr gedacht – sie sind auch ein Ort der Besinnung, der Reflexion und des Abenteuers. Jürgen Möller, ein leidenschaftlicher Radfahrer und zertifizierter Pilgerbegleiter, hat sich auf eine spannende Reise begeben: Er hat eine neue Radpilgerroute von Loccum nach Volkenroda entwickelt. Ich meine, 300 Kilometer auf dem Rad – das ist ja schon mal eine Ansage! Und das Ganze führt über qualifizierte Radwege, die teilweise den ursprünglichen Pilgerweg nachzeichnen. Wer sich also auf den Sattel schwingt, kann nicht nur die Landschaft genießen, sondern auch in die Geschichte eintauchen.
Möller, der mittlerweile 65 Jahre alt ist und als Radtourenguide beim ADFC tätig ist, hat seine Erfahrung und Leidenschaft in einem Booklet gebündelt. Das „Pilgern per Rad“ ist nicht nur ein Handbuch, sondern auch eine Art Reiseführer mit Tipps und Impulsen für Pilgerreisen. Für 15 Euro ist das kleine Meisterwerk in der Buchhandlung Lesumer Lesezeit erhältlich. Aber das ist noch nicht alles – die Premiere des Booklets wird auf der ABF 2026 in Hannover gefeiert, und ich kann mir vorstellen, dass das ein spannendes Event wird!
Eine Reise mit Herz
Der Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda hat eine lange Tradition, immerhin besteht er seit 960 Jahren. Möller wurde durch das Forum Kirche Bremen inspiriert, Pilgerbegleiter zu werden, und absolvierte eine umfassende Ausbildung bei der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Hannover. Mit mehr als 120 Unterrichtseinheiten und einer Prüfung hat er sich bestens vorbereitet. Zuvor war er jedoch nur auf Tageswanderungen unterwegs, also eine ganz neue Welt für ihn! Und so schwingt sich der ehemalige „Tageswanderer“ nun auf sein Rad, um diese historische Strecke zu erkunden.
Die Route führt durch abwechslungsreiche, teils unbekannte Landschaften – eine wahre Entdeckungstour, die für viele Radfahrer eine Herausforderung darstellen kann. Möller empfiehlt sie insbesondere für diejenigen, die ein bisschen mehr Erfahrung im Sattel haben. Doch keine Sorge, auch wenn man nicht gerade ein Profi ist, die Möglichkeit zur Reflexion und Stille während des Pilgerns ist für alle da.
Gesundheitliche Vorteile und spirituelle Erfahrungen
Radpilgern wird immer beliebter und das aus gutem Grund. Es bietet gesundheitliche Vorteile für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind. Wusstet ihr, dass 30 Kilometer Fußpilgern etwa 100 Kilometer Radpilgern entsprechen? Das ist doch ein ganz schöner Unterschied! Zudem ist es oft finanziell günstiger, da man weniger Übernachtungen benötigt. Gerade für ältere Menschen oder solche mit gesundheitlichen Einschränkungen sind E-Bikes eine großartige Möglichkeit, um beim Pilgern dabei zu sein.
Man muss nicht auf die spirituelle Erfahrung verzichten, auch wenn man auf zwei Rädern unterwegs ist. Es gibt genug Gelegenheiten für Stille und Innehalten, während man durch die Natur radelt. Und die Streckenplanung für Radpilger berücksichtigt die Sicherheit – schließlich will niemand auf verkehrsreichen Straßen fahren, wenn es auch ruhiger geht.
Wenn ihr also auf der Suche nach einem neuen Abenteuer seid und die Freiheit des Radfahrens mit der inneren Einkehr des Pilgerns verbinden möchtet, dann ist die Radpilgerroute von Loccum nach Volkenroda genau das Richtige. Informationen über die Strecke findet man unter www.loccum-volkenroda.de, und das Booklet könnt ihr unter www.kurzlinks.de/pilgerbooklet1 erwerben. Viel Spaß beim Entdecken – und vielleicht sieht man sich ja auf dem Weg!