Die Sonne brennt, die Temperaturen steigen – und die Freibad-Saison hat endlich Fahrt aufgenommen! An den Badeseen in Bremen und Niedersachsen zieht es die Menschen ins Wasser. Laut den neuesten Daten sind die Badewasserqualitäten an den überwachten Stellen durchweg ausgezeichnet. Das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht für alle, die sich nach einer Abkühlung sehnen. Die Abteilung Wasserhygiene am Landesgesundheitsamt in Aurich, unter der Leitung von Katrin Luden, zeigt sich zufrieden mit dem Zustand der niedersächsischen Gewässer.

Von den rund 270 offiziellen Badestellen, die hierzulande sorgfältig überwacht werden, sind die meisten in einem hervorragenden Zustand. Allerdings, und das ist ein großes „aber“, gibt es auch einige Ausnahmen. Momentan gilt ein Badeverbot im Uphuser Meer bei Emden. Der Grund? Erhöhte Kolibakterienwerte. Das klingt nicht nur unangenehm, sondern ist es auch. Und als wäre das nicht genug, haben einige Seen mit einem massiven Aufkommen von Blaualgen zu kämpfen. Besonders der Stadtwaldsee, auch bekannt als Unisee in Bremen, ist betroffen – hier wird vom Baden dringend abgeraten.

Blaualgen und andere Gefahren

Besorgniserregend ist die Situation auch am Ricklinger Bad in Hannover, am Zwischenahner Meer und dem Inselsee bei Lüneburg, wo Warnungen ausgesprochen wurden. Im Landkreis Peine wurde das Freibad Bettmar wegen erhöhtem Blaualgenaufkommen geschlossen. Diese Cyanobakterien können Giftstoffe bilden, die uns ganz schön zu schaffen machen können – Durchfall, Erbrechen und sogar Schwindel sind nur einige der möglichen Symptome. Auch Luden macht darauf aufmerksam, dass gerade bei warmem Wetter und starker Sonneneinstrahlung Vorsicht geboten ist.

Und dann gibt es da noch das Steinhuder Meer, wo am Badestrand Weiße Düne in Mardorf die Gefahr durch hochgiftigen weißen Phosphor droht. Wer hätte gedacht, dass ein Tag am Wasser so gefährlich sein kann? Dieser Stoff kann ernsthafte Verbrennungen verursachen. Daher ist es ratsam, sich im Vorfeld über die jeweiligen Bedingungen zu informieren.

Überblick über die Badesaison

<pIm Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 2.291 Badegewässer untersucht, über 13.000 Wasserproben wurden dazu ausgewertet. Erstaunlicherweise erfüllten 98 Prozent dieser Gewässer die Qualitätsanforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie. 91 Prozent erhielten sogar die Note „ausgezeichnet“. Dennoch mussten in 158 Fällen Badegewässer temporär oder sogar für die gesamte Saison geschlossen werden. Über die Hälfte dieser Schließungen war auf Cyanobakterien zurückzuführen. Da fragt man sich, ob wir vielleicht etwas sorgsamer mit unseren Gewässern umgehen sollten.

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Ein weiteres Problem ist, dass nur 1 Prozent der Oberflächengewässer als unbelastet gelten. Ja, das ist erschreckend! Zu hohe Schad- und Nährstoffeinträge sind die Hauptursache. Die Gefahr der massenhaften Vermehrung von Blaualgen in belasteten Gewässern ist eine ernstzunehmende Angelegenheit. Karsten Rinke fordert daher, Umweltdaten in eine Form zu bringen, die einen Austausch zwischen den Behörden ermöglicht. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung!

Abschließend bleibt zu sagen: Wer ins Wasser springt, sollte sich nicht nur über die Wassertemperatur freuen, sondern auch über die Wasserqualität informieren. Baden kann eine herrliche Erfrischung sein, solange wir die Augen offenhalten. Bleibt also vorsichtig und genießt die warmen Tage, aber nicht ohne einen prüfenden Blick auf die aktuellen Warnungen.