Borgfelds Postfiliale: Ein Schatten der Vernachlässigung oder Hoffnung auf Wandel?
Heute ist der 3.07.2026 und wir werfen einen Blick auf die Postfiliale in Borgfeld, die in der letzten Zeit viel Diskussionsstoff geboten hat. Nur 12 Stunden pro Woche ist sie geöffnet – das ist nicht gerade viel. Für die Anwohner, die auf diese Serviceleistung angewiesen sind, ist das eine echte Herausforderung. Diese Filiale, die als trostlos und lieblos beschrieben wird, lässt viele Fragen offen. Wo bleibt die Wertschätzung für die Bürger? Es scheint, als ob die Deutsche Post hier ein wenig den Faden verloren hat.
Der Ortsamtsleiter Karl-Heinz Bramsiepe äußert sich kritisch zu den Personalengpässen und den eingeschränkten Öffnungszeiten. Eine Filiale, die seit dem 15. Juni nur noch von Montag bis Donnerstag zwischen 14:30 und 17:30 Uhr geöffnet ist – da stellt sich doch die Frage, wie oft diese Türen wirklich aufgehen. Man stelle sich vor, man steht vor verschlossenen Türen, während die Sonne über dem kleinen Ort scheint. Das ist nicht gerade der Service, den sich die Bürger wünschen. Und dann gibt es da noch den Verdacht von Bramsiepe, dass die Post eventuell einen Automaten aufstellen möchte. Ein Automat anstelle von menschlichem Kontakt? Das wäre ja fast schon ein Schritt zurück in die Zukunft.
Der Zustand der Filiale
Die Filiale hat eine respektable Fläche von gut 120 Quadratmetern, doch nur etwa die Hälfte davon ist mit einem Verkaufstresen und Regalen ausgestattet. Ein bisschen mehr Liebe zum Detail könnte da nicht schaden, oder? Die Wände erzählen eine Geschichte von Vernachlässigung. Der Beirat wird sich im August erneut mit dem Thema befassen, aber bis zu diesem Zeitpunkt bleibt die Unsicherheit bestehen. Ist das wirklich alles, was die Deutsche Post für Borgfeld übrig hat?
Ein weiteres Ärgernis: Nach der Eröffnung blieb die Filiale zwei Tage lang geschlossen, ohne dass die Kunden darüber informiert wurden. Das ist nicht gerade ein Zeichen von Kundenfreundlichkeit. Und während die Postsprecherin Maike Wintjen Ende Mai nur bedingt optimistisch zur Partnersuche äußerte, bleibt die Frage, wie lange die Bürger von Borgfeld noch auf eine Lösung warten müssen. Das Gefühl des Desinteresses schwebt über der Filiale wie eine dunkle Wolke. Ein Interimsstandort, der nicht wirklich ernst genommen wird – das kann nicht die Antwort auf die Bedürfnisse der Anwohner sein.
Die Zukunft der Postfiliale
In den letzten zwei Jahren hat die Deutsche Post immer wieder betont, dass sie nach einem Partnerunternehmen sucht. Ein Unternehmen, das sich um diese Filiale kümmern könnte, während die Post selbst die Füße hochlegt? Man könnte fast meinen, die Post hat das Interesse an Borgfeld verloren. Der aktuelle Mietvertrag für die Filiale wurde für drei Jahre abgeschlossen, doch wie viele dieser Jahre werden tatsächlich genutzt, um den Service zu verbessern? Die Zukunft der Postfiliale bleibt ungewiss. Das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt, wird immer lauter. Die Menschen in Borgfeld wünschen sich einen Ort, der ihnen dient, nicht einen, der ihnen nur Ärger bereitet.
Die Diskussion um die Postfiliale in Borgfeld ist mehr als nur ein lokales Thema. Sie spiegelt die Herausforderungen wider, vor denen viele kleinere Gemeinden in Deutschland stehen, wenn es um die Kundenbetreuung und die Aufrechterhaltung von Dienstleistungen geht. Die Anwohner haben das Recht auf eine funktionierende Postfiliale, die mehr bietet als nur einen Automaten und ein paar Stunden pro Woche. Es bleibt abzuwarten, wie die Deutsche Post auf die wachsenden Zweifel an ihrem Engagement reagiert. Die Zeit wird zeigen, ob sich hier etwas bewegt oder ob Borgfeld weiterhin im Schatten der Ungewissheit bleibt.
