Heute ist der 6.05.2026 und in Borgfeld gibt es ernsthafte Sorgen um das DRK-Jugendfreizeitheim. Es steht ganz klar in der Luft: Ab 2027 könnte es vorbei sein, wenn sich nicht bald etwas ändert. Die neuen Mindeststandards sind zwar wichtig, aber die dazu nötigen Fördermittel lassen auf sich warten. Und das ist nicht nur ein Gerücht, das hat die letzte Planungsrunde so klar wie das Wasser in der Weser gezeigt.
In der dritten und letzten Runde zur Rettung des Freizeitheims gab es genau – nichts. Der Vorschlag, Borgfeld als Zweigstelle des Freizi Horn zu etablieren, wurde abgelehnt. Bernd Stenner, Beiratsmitglied von der SPD, ist sichtlich frustriert und hat kein gutes Gefühl dabei. Er sieht die Fördervorschläge als nachteilig für Borgfeld und befürchtet, dass die Schließung des Freizeitheims tatsächlich Realität werden könnte. „Die Stadtteile versuchen, ihre eigenen Interessen durchzusetzen, aber das geht auf Kosten der Kinder“, so Stenner. Das klingt fast schon wie ein Hilferuf.
Finanzielle Engpässe und unklare Zukunft
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 1,6 Millionen Euro stehen für die institutionelle Förderung in fünf Stadtteilen zur Verfügung. Während Vahr einen Teil dieser Mittel erhält, schaut Borgfeld in die Röhre. Oberneuland und Horn-Lehe können sich sogar über zusätzliche Gelder freuen. Das macht die Situation für Borgfeld nicht einfacher, vor allem, weil die verbleibenden Vorschläge keine Förderung mehr sichern können. Ein echtes Dilemma!
Der Antrag, Freizi Horn könnte Borgfeld als Außenstelle betreiben, schwebt in der Luft. Stenner plant, diesen Vorschlag per E-Mail einzureichen. Ob das wirklich etwas bringen wird? Wenn das Freizi Borgfeld nur noch für spezielle Projekte geöffnet wird, befürchten viele, dass weniger Kinder und Jugendliche das Angebot nutzen werden. Das wäre wirklich schade, denn gerade solche Freizeiteinrichtungen sind wichtig für unsere jungen Leute.
Ein Blick in die Zukunft
Die Behörde arbeitet derzeit an den Vorschlägen, die dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt werden sollen. Ende Mai wird dann abgestimmt, aber die Unsicherheit bleibt. Werden die Gelder so verteilt, dass auch Borgfeld wieder profitieren kann? Oder bleibt die Gemeinde außen vor, während die anderen Stadtteile sich bedienen? Fragen über Fragen, die aktuell nur schwer zu beantworten sind. Wie es aussieht, wird die Entscheidung am Ende des Monats über die Zukunft des Freizeitheims entscheiden.
In Borgfeld stehen die Zeichen auf Sturm. Die Diskussion um die Förderung ist nicht nur eine finanzielle Angelegenheit, es geht um die Zukunft der Gemeinschaft. Denn wir wissen alle: Ein gesunder, lebendiger Stadtteil braucht Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche treffen können – für Spiel, Spaß und Gemeinschaft. Und genau das könnte hier auf der Kippe stehen.