Arberger Sommerbad: Feiern mit Herausforderungen in Bremens kleinster Schwimm-Oase
Heute ist der 25.06.2026 und in Hemelingen, einem Stadtteil von Bremen, gibt es Neuigkeiten, die das Herz jedes Schwimmfreundes höher schlagen lassen. Das Arberger Sommerbad, das kleinste Bad Bremens, hat kürzlich sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Mit 300 bis 350 Besuchern war das Fest ein voller Erfolg, und es wurde so richtig gefeiert! Doch hinter der fröhlichen Fassade lauern finanzielle Schwierigkeiten, die den ehrenamtlichen Betreibern des Bades stark zusetzen.
Der Verein, der das Arberger Sommerbad betreibt, hat mit steigenden Pachtkosten von Immobilien Bremen zu kämpfen. Diese wurden von sechs auf dreißig Cent erhöht – ein echter Hammer! Und da der Verein das Gelände von der Stadt pachtet, kann er keine bezahlten Mitarbeiter einsetzen. Das bedeutet, dass alles in der schönen Freibadsaison von den Ehrenamtlichen und den Besuchern selbst organisiert und überwacht werden muss. Gemeinsam sorgen sie für Sicherheit und Sauberkeit, auch wenn es keinen Bademeister gibt. Ein striktes Alkohol- und Grillverbot sorgt dafür, dass alles im Rahmen bleibt.
Finanzierungsherausforderungen und kreative Lösungen
Um die finanziellen Engpässe zu überbrücken, setzt der Verein auf verschiedene Einnahmequellen. Mitgliedsbeiträge sind eine stabile Einnahmequelle, die regelmäßig an die Bedürfnisse des Vereins angepasst werden. Zudem werden Spenden und Sponsoring gesucht, um die Kassen aufzufüllen. Transparenz und Vertrauen sind hierbei entscheidend – schließlich möchte man den Unterstützern das Gefühl geben, dass ihr Geld gut angelegt ist.
Öffentliche Fördermittel sind ebenfalls ein großes Thema. Anträge auf Fördergelder von Bund, Ländern und Gemeinden könnten helfen, die finanzielle Situation zu entspannen. Veranstaltungen und Events stellen eine weitere Einnahmequelle dar. Hier kann mit Eintrittsgeldern, Verpflegung und Merchandising einiges an Geld zusammenkommen. Aber das erfordert natürlich eine gute Planung und attraktive Angebote – und das, während man gleichzeitig die ehrenamtliche Arbeit im Bad am Laufen hält!
Ein Ort für Kinder und Gemeinschaft
Das Arberger Sommerbad ist nicht nur ein Ort für Schwimmbegeisterte, sondern auch ein Platz für Kinder und Familien. Am 3. Juli und am letzten Wochenende der Sommerferien dürfen die Kleinen an einem Zeltwochenende teilnehmen. Anmeldungen sind bis Mittwoch, 1. Juli, möglich – ein tolles Angebot, das den Nachwuchs begeistert! Die Saison läuft in der Regel vom zweiten Maiwochenende bis zum zweiten Septemberwochenende, sodass die Besucher viele Möglichkeiten haben, das saubere, wenn auch trübe Wasser zu genießen.
Die Geschichte des Bades ist auch nicht von schlechten Eltern. Ende der 1940er-Jahre wurde es zu einer Naturwasser-Badeanstalt ausgebaut und in den 80er-Jahren sollte es tatsächlich geschlossen werden – was zur Gründung des Vereins führte. Mittlerweile gibt es neben dem Schwimmbecken auch Tischtennisplatten sowie Beachvolleyball- und Fußballplätze, die das Freizeitangebot erweitern und die Gemeinschaft stärken.
Der Name „Rottkuhle“ hat übrigens einen interessanten Ursprung. Er stammt vom plattdeutschen Begriff „verrotten“. Das klingt vielleicht nicht so einladend, aber die Besucher wissen, was sie in diesem kleinen Bad erwartet: eine lebendige Atmosphäre und eine große Portion Gemeinschaftssinn. Auch wenn der Verein bisher nicht Mitglied beim Landessportbund ist, weil man die Kosten für eine Mitgliedschaft als zu hoch ansieht, bleibt die Hoffnung, dass sich die finanziellen Rahmenbedingungen bald verbessern.
