In Bremen tut sich was – und das nicht nur in der Überseestadt oder im Schnoor! Bis zum Ende dieses Jahres sollen insgesamt 26 neue öffentliche Trinkwasserspender durch die Stadt installiert werden. Das klingt nach einer Erfrischung, die wir alle gut gebrauchen können, besonders an heißen Sommertagen. Die ersten vier Standorte stehen bereits fest: Die Jan-Reiners-Lok in Findorff, der Arberger Dorfplatz in Hemelingen, die Grambkermoorer Landstraße in Burglesum und das Huchtinger Sodenmatt. So wird die Stadt für alle etwas zugänglicher.
Die Planung dieser Trinkbrunnen kommt von der Umweltdeputation, die sich auch vornimmt, jedes Jahr mindestens fünf weitere Spender hinzuzufügen. Langfristig peilt die Stadt sogar 80 Trinkbrunnen an – das Ziel, dass jeder Bremer Bürger innerhalb von maximal 15 Gehminuten einen Brunnen erreichen kann, ist ambitioniert, aber machbar. Und wenn man in den dicht besiedelten Stadtteilen denkt, sollte es sogar innerhalb von zehn Minuten erreichbar sein. Das klingt ja schon fast nach einer kleinen Revolution für die Durstigen!
Kritik und Forderungen
Doch nicht alle sind mit dem Tempo zufrieden. Ralph Saxe, der umweltpolitische Sprecher der Grünen, sieht die Anzahl der neuen Brunnen pro Jahr als viel zu gering an und fordert mehr Engagement. Auch die CDU-Bürgerschaftsfraktion ist für eine schnellere Umsetzung und hebt die Bedeutung des Hitzeschutzes hervor. Denn in Zeiten des Klimawandels sind Trinkbrunnen nicht nur ein Luxus, sondern eine Notwendigkeit – besonders für vulnerable Gruppen wie ältere Menschen oder Kinder.
Bis Ende 2025 sollen bereits 21 der insgesamt geplanten 80 Trinkbrunnen an zentralen Plätzen, in Parks und stark frequentierten Orten installiert werden. Und die Standortwahl? Die erfolgt nach einem durchdachten Konzept, das sich an der Bevölkerungsdichte und der Aufenthaltsqualität orientiert. Innovative Lösungen wie temporäre Trinkbrunnen auf Hydranten oder an öffentlichen Gebäuden werden ebenfalls geprüft. Die Wesernetz Bremen GmbH kümmert sich um die technische Umsetzung – und das zu optimierten Kosten. Das nennt man mal einen cleveren Schachzug!
Ein Blick über die Stadtgrenzen hinaus
Ein weiterer interessanter Aspekt: Die Grünen fordern, dass Trinkwasserbrunnen verbindlich in die Planung neuer Quartiere und öffentlicher Plätze integriert werden. Ralph Saxe betont die Wichtigkeit von kostenfreiem Trinkwasser und sieht die Brunnen als Teil des städtischen Hitzeaktionsplans – eine Maßnahme, die gerade in heißen Sommern wirklich Gold wert ist. In Bremerhaven, wo es derzeit nur zwei Trinkwasserbrunnen gibt, wird auch ein schneller Ausbau gewünscht. Denn sauberes Wasser ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch ein Stück Lebensqualität.
Insgesamt, wenn man das Ganze betrachtet, wird klar: In Bremen wird an einem großen, durstlöschenden Netzwerk gearbeitet. Die Anstrengungen sind vielversprechend, und die Stadt entwickelt sich in eine erfrischende Richtung – auf dass wir in Zukunft in der Wärme einfach mal einen Schluck aus dem Brunnen nehmen können, ohne lange suchen zu müssen! Das ist ein Grund zum Feiern.