In Osterholz brodelt es – und das nicht nur im Kochtopf! Der Parkplatz an der Walliser Straße, ein Ort der Begegnung, hat sich in den letzten Wochen zu einem regelrechten Unruheherd entwickelt. Hier treffen sich nicht nur Autoposer, die ihre Maschinen zur Schau stellen, sondern auch andere weniger erfreuliche Akteure: Drogenkonsumenten und Umweltverschmutzer, die ihren Müll einfach liegen lassen. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig es ist, dass die Stadtverwaltung endlich klare Zuständigkeiten klärt. An diesem Parkplatz, der zwischen einer Grundschule, einer Gesamtschule und einer Sportanlage liegt, sollte man doch eigentlich das Kinderlachen hören und nicht die dröhnenden Motoren!
So kam es, dass in der Nacht auf Sonntag, den 10. Mai, ein Auto auf diesem besagten Parkplatz in Flammen aufging. Ein Bild des Schreckens, das die Anwohner aufschreckte und die Frage aufwarf: Wer ist hier eigentlich verantwortlich? Das Zuständigkeitschaos in Bremen macht die Lösung des Problems nur noch komplizierter. Cord Degenhard von der Bürgerpartei (BD) ist entsetzt über das Hin- und Herschieben der Verantwortung zwischen den Behörden. “Hier muss eine Zusammenarbeit der Ämter – Immobilien Bremen, Sportamt, Innenbehörde und Baubehörde – her!”, fordert er eindringlich. Und auch Kevin Lenkeit von der SPD spricht Klartext: „Das ist ein altbekanntes Problem, wir brauchen pragmatische Lösungen, vielleicht eine Schranke!“. Ein wenig pragmatisch, muss ich sagen.
Die Frage der Sicherheit
Doch so einfach ist das nicht. Thore Schäck von der FDP sieht das ganz anders und legt den Finger in die Wunde: „Wir müssen den Fokus auf Sicherheit und Ordnung legen!“. Er fordert einen gut ausgestatteten Ordnungsdienst und mehr Präsenz von Polizei und Staatsanwaltschaft. Schließlich hat der Parkplatz nicht nur eine hohe Frequentierung durch Jugendliche, sondern auch durch Anwohner, die sich um die Sicherheit ihrer Kinder sorgen. Claas Rohmeyer von der CDU bringt zudem einen interessanten Punkt ins Spiel: Feuerwehrzufahrten sind bereits eingezeichnet. Eine Schranke wäre hier also nicht so einfach umsetzbar. Also was tun?
Innensenatorin Eva Högl von der SPD hat die Sache im Blick und prüft gemeinsam mit mehreren Ämtern die Machbarkeit einer Schranke – und auch die Gültigkeit des Verkehrsschildes, das diesen Bereich zur Feuerwehrstraße erklärt. Es bleibt spannend, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Aktuell sind Ordnungsdienst und Polizei bereits aktiv in der Walliser Straße und das ausgebrannte Auto wurde entfernt. Aber das brennende Parkproblem bleibt ungelöst.
Die Herausforderung, die hier vor der Stadtverwaltung liegt, wird nicht nur durch mangelnde Kommunikation zwischen den Ämtern verschärft, sondern auch durch die wachsende Unzufriedenheit der Anwohner. Sie haben das Gefühl, dass niemand wirklich zuhört und sie im Regen stehen lässt. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Verantwortlichen endlich an einem Strang ziehen und eine Lösung finden, die sowohl die Sicherheit als auch das Bedürfnis nach einem ruhigen Wohnumfeld in Osterholz gewährleistet. Denn so kann es nicht weitergehen – die Anwohner und die Kinder, die hier zur Schule gehen, verdienen einen sauberen und sicheren Platz. Das ist kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit. Vielleicht ist das nächste Treffen der Behörden ja der Wendepunkt? Wir dürfen gespannt bleiben.