Joyce Hübner: Auf den Spuren des Marathon-Mammutprojekts
Es ist ein frischer Morgen in Osterholz, und die Sonne wirft ihre ersten Strahlen auf die Straßen, während Joyce Hübner, die Lauf-Influencerin aus Berlin, sich auf das nächste große Abenteuer vorbereitet. Heute steht der Marathon 381 von 495 an – ein weiterer Schritt auf ihrem beeindruckenden Weg. Inzwischen hat sie sich eine beeindruckende Bilanz erarbeitet: Seit dem 1. Juni 2025 läuft sie täglich rund 42 Kilometer. Und das ohne einen einzigen Ruhetag. Wer kann das schon von sich behaupten?
Der Startschuss fällt um 9 Uhr in Meyenburg bei Schwanewede, und das Ziel ist der Stuhrer Ortsteil Moordeich. Es ist nicht nur irgendein Marathon, sondern ein Teil von Hübners grandiosen Plan, insgesamt 21.312 Kilometer zu laufen und dabei 2.059 Städte zu durchqueren. Ein echtes Mammutprojekt, das sie mit einer bemerkenswerten Leidenschaft verfolgt. Ihr Lauf ist nicht nur eine körperliche Herausforderung, sondern auch ein mentaler Wettkampf – eine Reise, die sie vor etwa elf Jahren begann, als sie das Laufen für sich entdeckte.
Die Kälte und andere Herausforderungen
Im Jahr 2023 stellte Hübner sich einer besonderen Herausforderung und lief die gesamte deutsche Grenze ab – 120 Marathons in 143 Tagen. Dabei war ihre größte Sorge die Kälte im Winter. Doch wie es scheint, hat sie auch diese Hürde mit Bravour überwunden. Ihre mentale Stärke ist beeindruckend und spielt eine entscheidende Rolle in ihrem Erfolg. Schließlich erfordert das Laufen über lange Distanzen nicht nur körperliche Fitness, sondern auch eine ordentliche Portion mentale Stärke.
Die Psychologie des Ausdauerlaufs zeigt, dass Zielsetzung und positive Selbstgespräche essenziell sind. Es ist wichtig, sich klare, erreichbare Ziele zu setzen und die Ziellinie vor Augen zu haben. Negative Gedanken müssen durch positive Affirmationen ersetzt werden, denn der Kopf kann oft der größte Gegner sein. Joyce hat sich längst mit den Herausforderungen des Laufens arrangiert und nutzt Techniken wie Achtsamkeit und Meditation, um ihre mentale Widerstandsfähigkeit zu stärken.
Das große Ziel vor Augen
Die finale Etappe führt Joyce am 8. Oktober schließlich nach Berlin, wo sie mit offenen Armen empfangen werden dürfte. Für die kommenden Etappen, wie Bremerhaven und Cuxhaven am 12. und 13. Juli, hat sie bereits alles vorbereitet. Interessanterweise schätzt sie, dass sie insgesamt 35 bis 37 Paar Schuhe für ihr Projekt benötigen wird – eine wahre Schuh-Sammlung, die es in sich hat!
Die Faszination des Laufens liegt nicht nur in der physischen Ausdauer, sondern auch in der mentalen Stärke, die man aufbauen kann. Die Fähigkeit, Unbehagen zu akzeptieren und in den Schmerz hineinzulaufen, ist eine Kunst für sich. Manchmal hilft es, das Rennen in kleinere Abschnitte zu unterteilen oder ein persönliches Mantra zu wiederholen, um in schwierigen Momenten nicht den Mut zu verlieren. Auch das Feiern kleiner Erfolge während des Rennens kann Wunder wirken und gibt einem das Gefühl, voranzukommen – ein Triumph über die eigenen Grenzen.
So geht es weiter, mit jedem Schritt, den Hübner macht. Ein Abenteuer, das nicht nur ihre eigene Geschichte erzählt, sondern auch inspiriert, die eigenen Grenzen zu hinterfragen und zu überschreiten. Und wer weiß, vielleicht laufen wir eines Tages alle ein Stück mit! Das Laufen ist schließlich nicht nur ein Sport, es ist eine Lebenseinstellung.
