In Huchting, wo die Bäume unter den Launen der Autofahrer leiden, wird nun endlich etwas unternommen. Auf der Straße Hermannsburg drohen etwa 20 Straßenbäume durch wildes Parken auf den Baumscheiben ins Wanken zu geraten. Schade, dass es oft erst zu Schäden kommt, bis jemand aufmerksam wird. Der Umweltbetrieb Bremen (UBB) hat bereits Schäden durch Bodenverdichtungen und Wurzelschäden festgestellt. Das ist nicht nur für die Bäume selbst ein Problem, sondern auch für das Stadtklima und die Artenvielfalt. Wer hätte gedacht, dass ein paar parkende Autos so viel Unheil anrichten können?

Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels! Der Beirat Bremen-Huchting hat sich entschieden, 6250 Euro aus dem Stadtteilbudget Verkehr in Baumschutzmaßnahmen zu investieren. Diese Gelder fließen in die Aufstellung von Findlingen und Pollern, um die Bäume vor den parkenden Fahrzeugen zu schützen. Eine sinnvolle Maßnahme, die vielleicht den ein oder anderen Baum vor der Kettensäge bewahrt. Auch der Weg zwischen An der Höhpost und Eyterweg wird mit weiteren 1000 Euro aus dem Budget verbessert. Schotter für die Wegausbesserung wird übrigens von Anliegern in Eigenregie eingebaut – da zeigt sich die Gemeinschaftsinitiative!

Brückenerneuerung im Park

Aber das ist noch nicht alles. Im Park Links der Weser wird eine Brücke am Annemarie-Löhmann-Weg erneuert. Die Kosten dafür belaufen sich auf stolze 10.827,92 Euro, doch auch hier packt der Beirat Huchting mit 6000 Euro aus dem Stadtteilbudget Verkehr mit an. Das zeigt, dass die Verantwortlichen in Huchting durchaus bereit sind, in die Infrastruktur zu investieren. Wer weiß, vielleicht wird die neue Brücke ein beliebter Treffpunkt für Spaziergänger und Radfahrer?

Natürlich gilt es, den Baumschutz in Bremen im Blick zu behalten. Die Stadt hat eine Baumschutzverordnung, die sowohl private als auch öffentliche Flächen betrifft. Ihr Ziel? Den Altbaumbestand zu erhalten – und das ist auch dringend nötig! Bäume sind nicht nur schön anzusehen, sie tragen auch maßgeblich zu einem gesunden Stadtklima bei und bieten Lebensraum sowie Nahrungsquelle für zahlreiche Tiere und Pflanzen.

Der Weg zum Baumschutz

Wenn jemand eine Ausnahmegenehmigung für die Pflege oder Entfernung von geschützten Bäumen benötigt, muss er sich mit der unteren Naturschutzbehörde in Verbindung setzen. Ein Lageplan, der die betroffenen Bäume detailliert darstellt, gehört zum Antrag dazu. Und das kann schon mal etwas komplizierter werden, denn die Behörde kann auch ein Gutachten eines vereidigten Baumsachverständigen verlangen. Innerhalb von sechs Wochen nach Eingang der Unterlagen sollte eine Entscheidung fallen – es sei denn, man hat Pech und es gibt Verzögerungen.

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Die Verordnung sieht vor, dass öffentliche Grünflächen von der Pflicht zur Einholung einer Befreiung ausgenommen sind, allerdings müssen auch sie sich an die Regeln halten, einschließlich der Verpflichtungen zu Ersatzpflanzungen. Das sorgt dafür, dass wir auch in Zukunft nicht auf schöne, schattenspendende Bäume verzichten müssen. Ein guter Plan, oder?

Die zuständigen Sachbearbeiter*innen stehen bereit, um Fragen rund um den Baumschutz zu beantworten. Wer also ein Anliegen hat, sollte sich nicht scheuen, das Bürgertelefon Bremen zu kontaktieren. Es ist beruhigend zu wissen, dass es Menschen gibt, die sich um den Schutz unserer grünen Freunde kümmern. So bleibt Huchting ein schöner Ort zum Leben – und das nicht nur für uns, sondern auch für die Bäume!