Heute ist der 26.04.2026 und in der Neustadt von Bremen blüht nicht nur die Natur, sondern auch die Kreativität. Im Herzen dieser lebendigen Stadt findet man Anna-Lena Vallentin, die mit ihrem nachhaltigen Blumenbetrieb „Von Ranken und Blüten“ frischen Wind in die florale Szene bringt. Vallentin ist Teil der Slow-Flowering-Bewegung, die sich dem saisonalen, fairen und nachhaltigen Blumenanbau ohne Chemie verschrieben hat. Diese Initiative fördert nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Menschen, die ihre bunten Blüten in den Händen halten.
Ihr Betrieb ist einzigartig, denn Vallentin kultiviert ihre Blumen ohne Gewächshaus und Chemie. Stattdessen setzt sie auf selbstgebaute Beete und nutzt die Ressourcen ihrer Umgebung: So sind ihre Hochbeete in Rablinghausen aus recycelten Materialien wie Ziegelsteinen und Holzkisten gefertigt. Die Natur ist ihr bester Freund, und bei Wind und Wetter ist sie draußen aktiv, um ihre Pflanzen zu hegen und zu pflegen.
Ein Garten voller Farben
Im Frühling blühen in Vallentins Garten Narzissen, Tulpen, Anemonen und Schachbrettblumen. Später im Jahr darf man sich auf ein prächtiges Farbenspiel mit Sonnenblumen, Dahlien, Astern, Mohn und Chrysanthemen freuen. Ihre Tulpen werden dabei erst im April angeboten – ein bewusster Schritt, um der Natur ihren Lauf zu lassen und faire Bedingungen für die Pflanzen zu schaffen.
Die frisch abgeschnittene Ernte wird in ihrem Wohnhaus gelagert, wo sie Platz für Sämlinge und Jungpflanzen bietet. Von hier aus liefert sie die saisonalen Sträuße per Lastenrad an Läden in der Neustadt und im Viertel. Vallentin ist nicht nur eine Floristin; seit 2023 bezeichnet sie sich stolz als Farmer-Floristin. Ihr Ziel ist es, den Menschen etwas Buntes und Schönes zu geben und gleichzeitig einen intakten Planeten für die Kinder zu hinterlassen.
Gemeinschaft und Nachhaltigkeit
Vallentin ist Teil einer kleinen Gruppe von Frauen in Bremen, die sich der Slow-Flowering-Bewegung verpflichtet fühlen. Diese Gemeinschaft fördert den Austausch und das gemeinsame Lernen im Bereich der nachhaltigen Blumenproduktion. Mit ihrer Vision, den Betrieb zu vergrößern, strebt sie nicht nur nach finanzieller Nachhaltigkeit, sondern auch danach, das Bewusstsein für die Bedeutung von regionalem und saisonalem Blumenanbau zu schärfen.
Obwohl sie keine Vorbilder in der Selbstständigkeit aus ihrer Familie hat, hat Vallentin in verschiedenen Ländern gelebt und ihre Erfahrungen in die Entwicklung ihres eigenen Unternehmens einfließen lassen. So ist ihr Blumenbetrieb nicht nur ein Ort des Schaffens, sondern auch ein Ausdruck ihres Lebensstils und ihrer Überzeugungen.
Für alle, die mehr über die Slow-Flowering-Bewegung erfahren möchten, gibt es weitere Informationen auf dieser Website.