Die Radtour von Huckelriede bis zum Güterverkehrszentrum (GVZ) ist ein kleines Abenteuer für alle, die das Bremer Umland auf zwei Rädern erkunden möchten. Auf insgesamt zehn Kilometern zieht sich die Strecke durch eine Mischung aus gut ausgebauten Abschnitten und holprigen Stellen, die den Radfahrern einiges abverlangen. Es ist ein bisschen wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie, was man kriegt. Mal rollt man geschmeidig über den Asphalt, mal wird’s holprig und man denkt sich: „Das könnte echt besser sein!“
Die Testfahrt startet an der Umsteigestelle Huckelriede auf dem Niedersachsendamm. Schon der Weg bis zum Deichschart am Werdersee ist erfreulich gut ausgebaut. Doch das ist nur der Anfang. Ein Deichschart, der geschlossen wird und eine barrierefreie Rampe, die direkt gegenüber dem Rewe-Markt entsteht – das sind nur einige der geplanten Verbesserungen, die die Verkehrsbehörde demnächst vorstellen möchte. Der Neustadtswall, der sich als Fahrradzone mit Vorfahrt für Radfahrer präsentiert, könnte schon bald noch attraktiver werden.
Die Zukunft des Radverkehrs in Bremen
Ab dem 15. April 2024 wird es ernst: Am Osterdeich beginnt eine großangelegte Baumaßnahme, die den Verkehrsraum an Premiumstandards anpassen soll. Ein Sechs-Monats-Projekt, das viele Bauabschnitte umfasst, darunter die Radpremiumroute D.15, die bis November 2024 schrittweise überarbeitet wird. Das klingt nach einem großen Schritt in die richtige Richtung, oder? Die Abschnitte zwischen Theatergarage und Osterdeich sowie die Verbindung zwischen Sielwall und Berliner Straße sind nur einige der geplanten Verbesserungen, die die Radfahrer in der Stadt erwarten dürfen.
Ein weiterer Lichtblick ist der Ausbau der Radwege im Tabakquartier. Dort ist der Weg noch etwas holprig, aber die Straße Am Gaswerkgraben wird verlängert und als Vorzugsstrecke für Radfahrer ausgewiesen. Das sorgt bestimmt für mehr Freude beim Radeln und weniger Frust, wenn man über unebene Stellen kurven muss. Ein neuer Tunnel zum Tabakquartier ist ebenfalls in Planung, was das Radfahren in diesem Bereich deutlich sicherer machen dürfte. Allein die Vorstellung, endlich ohne Angst vor dem Verkehr durch die Stadt zu radeln, lässt das Herz höher schlagen!
Herausforderungen und positive Entwicklungen
Doch nicht alles läuft rund. Der Radverkehr in Deutschland stagniert bei 11%, und in ländlichen Gebieten gab es sogar einen Rückgang. Das ist ein bisschen frustrierend, um es gelinde auszudrücken. Dr. Caroline Lodemann vom ADFC fordert mehr Investitionen in Radwegenetze, was dringend nötig ist, wenn wir die Ziele des Nationalen Radverkehrsplans erreichen wollen. Aber es gibt auch positive Entwicklungen, vor allem in Bremen, wo der Ausbau der Radwege voranschreitet und viele Haushalte auf Elektrofahrräder umsteigen – von 8% auf 21% ist der Anteil gestiegen!
Die täglichen Personenkilometer steigen ebenfalls, was zeigt, dass mehr Menschen das Rad als Fortbewegungsmittel entdecken. Es gibt allerdings auch eine wachsende Unzufriedenheit mit der Radinfrastruktur in den Städten. Da ist es wichtig, dass die Stadt Bremen am Ball bleibt und die geplanten Maßnahmen zügig umsetzt. Ansonsten könnten die Radfahrer bald wieder auf der Strecke bleiben, im wahrsten Sinne des Wortes.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Radinfrastruktur entwickeln wird. Die Testfahrt vom Huckelriede zum GVZ ist ein erster Schritt, aber der Weg ist noch lang. Radfahrer in Bremen hoffen auf schnelle Verbesserungen und ein sicheres, angenehmes Fahren in der Stadt.
