Neustadt im Wandel: Neue Bewohnerparkzonen bringen frischen Wind ins Parkchaos
In der Neustadt tut sich was! Ab November 2023 werden hier gleich drei neue Bewohnerparkzonen eingeführt. Damit wird das Parken für Anwohner ein Stück weit einfacher – aber auch für Pendler wird es komplizierter. Bisher gibt es in Bremen insgesamt 14 solche Zonen, die alle darauf abzielen, den Platz in der Stadt besser zu organisieren. Ein Aufwand, der sich lohnen soll, denn weniger Chaos auf den Straßen ist das Ziel.
Die neuen Regeln sind ganz schön durchdacht. Bisher hatten wir es ja mit einem Wildwuchs an parkenden Autos auf den Gehwegen zu tun, und die Stadt hat erkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Das Parken in den Bewohnerparkzonen wird für Pendler unattraktiv – die Kosten liegen bei 3 Euro pro Stunde, und es gibt eine maximale Parkdauer von nur drei Stunden. Das schreckt ab! Anwohner können ab August 2023 einen Parkausweis beantragen, der ab November gültig ist. Für 75 Euro im Jahr oder 150 Euro für zwei Jahre – und das ganz ohne Garantie auf einen Parkplatz. Auf den ersten Blick klingt das vielleicht nicht ganz fair, aber die Idee dahinter ist, die Barrierefreiheit zu verbessern und das illegale Gehwegparken in den Griff zu bekommen.
Regeln und Ausnahmen
Wer in den neuen Zonen parken möchte, braucht also eine Parkberechtigung oder einen Parkschein. Um den Anwohnern entgegenzukommen, gibt es auch Besucherausweise, die im Voraus gekauft werden können. Eine Zehnerkarte für einen Tag kostet 25 Euro, während eine Wochenkarte für 15 Euro ins Portemonnaie geht. Damit die Handwerker und sozialen Dienste nicht auf der Strecke bleiben, haben sie Ausnahmegenehmigungen für das Parken in den neuen Zonen erhalten.
Die neuen Zonen sind nicht die einzigen in Bremen. In den verschiedenen bestehenden Zonen – von A bis O, eine richtige Buchstabensuppe – gelten unterschiedliche Parkzeiten. Ob Faulenstraße, Große Fischerstraße oder am Wall, überall muss man aufpassen, wo und wann man parkt. Die Anwohner der Zone A, zum Beispiel, dürfen von Montag bis Sonntag rund um die Uhr parken, wohingegen in Zone D und E teils andere Zeiten gelten. Wer also nicht aufpassen möchte, könnte schnell mal einen teuren Parkplatz erwischen.
Was die Anwohner wissen müssen
Anwohner können sich rechtzeitig beim Amt für Straßen und Verkehr um ihren Parkausweis kümmern. Alle Informationen dazu sind auf der Website des ASV zu finden. Keine Sorge, auch Gewerbetreibende kommen nicht zu kurz – sie können für 88,50 Euro pro Jahr eine Parkberechtigung beantragen, allerdings nur eine Ausnahmegenehmigung pro Gewerbe. Und für die Angehörigen von Pflegebedürftigen gibt es ebenfalls eine Möglichkeit: Sie können einen Jahresausweis beantragen, wenn sie einen Pflegegrad nachweisen können.
Ein kleines Detail am Rande: Anhänger dürfen nicht in den Bewohnerparkzonen abgestellt werden, es sei denn, sie sind am Fahrzeug angekoppelt. Fahrräder hingegen dürfen am rechten Straßenrand parken – das ist auch in den neuen Zonen erlaubt. Ein kleiner Lichtblick für die Radfahrer unter uns!
Die neuen Bewohnerparkzonen in der Neustadt scheinen also ein Schritt in die richtige Richtung zu sein, auch wenn sie einige Fragen aufwerfen. Die Stadt Bremen zeigt, dass sie mit den Herausforderungen des urbanen Lebens umgehen möchte, und es bleibt spannend, wie sich das Ganze im Alltag bewähren wird.
