Frischer Wind im Polizeikommissariat: Holger Fränzel leitet Bremen-Ost in eine sichere Zukunft
In Bremen-Ost hat sich seit Februar eine spannende Veränderung vollzogen: Holger Fränzel hat das Ruder im Polizeikommissariat übernommen. Er leitet nun die Geschicke eines Reviers, das für etwa 81.000 Einwohner verantwortlich ist. Mit einem frischen Wind in der Führung will er nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch aktiv die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung suchen. Das klingt doch vielversprechend, oder?
Fränzel, 42 Jahre alt und im Landkreis Diepholz aufgewachsen, hat einen interessanten Werdegang hinter sich. Nach einem misslungenen Start in die Polizeikarriere – eine Patellasehnenentzündung bremste ihn zunächst aus – hat er sich über Zivildienst und diverse andere Stationen bis zur Polizei hochgearbeitet. 2008 war dann der große Moment: Der Einstieg in den Polizeidienst. Seitdem hat er sich im Einsatzdienst, bei der Kriminalpolizei und im Stabsreferat einen Namen gemacht. Der Idealismus, den er für seine Arbeit mitbringt, und der Wunsch, den Bürgern zu helfen, sind für ihn nicht nur leere Phrasen, sondern echte Antriebskräfte.
Herausforderungen und Visionen
Die Herausforderungen, mit denen Fränzel konfrontiert ist, sind vielfältig und alles andere als einfach. Kriminalität, Lärmbelästigung und illegale Müllablagerungen sind nur einige der Themen, die auf der Agenda stehen. Besonders interessant wird es, wenn man bedenkt, dass auch die Jugend auf E-Scootern ein Thema ist, das die Polizei beschäftigt. Die zunehmende Hitze, die uns in den letzten Jahren stark zu schaffen macht, trägt ebenfalls ihren Teil zur Diskussion über Sicherheit und Ordnung in den Stadtteilen bei.
Ein besonders ambitioniertes Projekt von Fränzel ist der Neubau des Polizeireviers an der Osterholzer Heerstraße. Trotz einer Bürgerinitiative, die gegen diesen Standort kämpft, hält er an seiner Vision fest. Schließlich ist das alte Gebäude von 1969 stark sanierungsbedürftig. Ein Neubau könnte nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Polizei verbessern, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Anwohner stärken. Ein gutes Gefühl, wenn man bedenkt, dass Sicherheit weit über bloße Kriminalitätsstatistiken hinausgeht – das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger ist ebenso wichtig.
Ein Blick in die Zahlen
Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt einige interessante Entwicklungen. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 5.508.559 Fälle registriert. Das sind 5,6 % weniger als im Vorjahr. Besonders erfreulich ist, dass die Gewaltkriminalität, insbesondere Raubdelikte, rückläufig sind. Allerdings gibt es auch besorgniserregende Trends, wie den Anstieg bei Sexualdelikten und Wohnungseinbruchdiebstahl. Das zeigt, dass es auch in Bremen-Ost viele Baustellen gibt, an denen Fränzel arbeiten muss.
Die Zahlen aus der Statistik sind nicht nur Zahlen – sie spiegeln die Realität wider. So gab es 212.335 Fälle von Gewaltkriminalität und einen Anstieg bei Sexualdelikten um 2,8 %. Ein klarer Hinweis darauf, dass die Polizei gefordert ist, und das nicht nur in der Prävention, sondern auch in der Aufklärung und der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Die Aufklärungsquote lag stabil bei 57,9 %, was auf einen soliden Einsatz der Polizei hinweist.
Ein neuer Weg zur Kommunikation
Um den Bürgern die Kontaktaufnahme zu erleichtern, können Anzeigen an mehreren Standorten in Bremen aufgegeben werden. Neben dem Revier Innenstadt, das von Montag bis Freitag bis 20 Uhr geöffnet hat, stehen auch die Polizeikommissariate Nord, Süd, West und das Präsidium zur Verfügung. Für diejenigen, die lieber online oder telefonisch ihre Anliegen vortragen möchten, gibt es ebenfalls Optionen – das zeigt, dass die Polizei auf die Bedürfnisse der Bürger eingeht.
Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der queersensiblen Anzeigenaufnahme, die alle zwei Wochen im Polizeirevier Schwachhausen stattfindet. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer inklusiven und offenen Polizeiarbeit. Denn jeder Bürger soll sich sicher fühlen und die Möglichkeit haben, seine Anliegen offen zu kommunizieren.
Fränzel plant, die Stadtteile mit dem Fahrrad zu erkunden und direkte Kontakte zu den Anwohnern aufzubauen. Das klingt nach einer tollen Möglichkeit, um sich ein Bild von den Sorgen und Wünschen der Menschen vor Ort zu machen. Ein Ansatz, der sicher für frischen Wind im Polizeikommissariat sorgen wird.
