Heute ist der 28.04.2026 und wir werfen einen Blick auf die Campingpreise in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf Bremen. Die Hauptsaison ist in vollem Gange und die Zahlen sprechen für sich: Eine Campingnacht für zwei Personen kostet im Schnitt 30,27 Euro. In Bremen liegt dieser Preis sogar bei 36,17 Euro, was uns hier an der Weser im Vergleich zu anderen bundesdeutschen Regionen in die Riege der teureren Campingziele einreiht.
Europaweit variieren die Campingpreise stark. Während sich die günstigsten Übernachtungen in Albanien mit nur 14,38 Euro pro Nacht anfreunden, schießen die Preise in Kroatien auf bis zu 41,26 Euro in die Höhe. Deutschland liegt mit seinen Preisen im Mittelfeld, wobei wir uns in Bremen im oberen Segment der Bundesländer wiederfinden. Hamburg führt mit 44,42 Euro die Liste an, gefolgt von Bremen und Mecklenburg-Vorpommern mit 34,49 Euro.
Preisentwicklung und Beliebtheit des Campings
Die Campingpreise in Deutschland haben im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % zugelegt. Auch europaweit gab es einen Anstieg um rund 3,5 %. Trotz dieser Preiserhöhungen erfreut sich das Campen wachsender Beliebtheit, wie die zuletzt verzeichneten 44,66 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 zeigen – ein Plus von 4,2 % gegenüber 2024. Besonders beliebt sind Bayern mit 8,63 Millionen und Niedersachsen mit 6,37 Millionen Übernachtungen.
Die Preiserhöhungen sind nicht nur ein deutsches Phänomen. Campingplätze an der Küste sind in Europa im Durchschnitt 36 % teurer als im Inland. In Deutschland hingegen sind die Preisunterschiede moderater, lediglich rund 11 % günstiger ist das Camping außerhalb der Hauptsaison. Dies könnte die Attraktivität der Nord- und Ostsee für Camper unterstreichen, wo die Preise nur rund 1 % über den Inlandspreisen liegen.
Die Qualität der Campingplätze
Interessanterweise sind die 5-Sterne-Campingplätze in Deutschland im europäischen Vergleich am günstigsten. Mit einem durchschnittlichen Preis von 57 Euro pro Nacht auf einem „ADAC Superplatz“ ist das Campen in Deutschland durchaus attraktiv. Zum Vergleich: In Spanien kostet eine Nacht auf einem ähnlichen Platz etwa 98 Euro, in Kroatien 95 Euro und in Österreich 92 Euro.
Die Preise in der Nebensaison zeigen ebenfalls, dass Camper in der Hauptsaison tiefer in die Tasche greifen müssen. Europaweit sind die Preise in der Nebensaison durchschnittlich 29 % günstiger. In Deutschland bleibt der Preis in der Nebensaison jedoch relativ stabil, was das Campen im eigenen Land umso mehr reizvoll macht.
Fazit
Die Campingpreise in Bremen und Deutschland insgesamt zeigen eine positive Entwicklung trotz steigender Kosten. Die steigende Beliebtheit des Campings, gepaart mit der Qualität der Plätze, macht das Campen auch in Zeiten höherer Preise zu einer attraktiven Freizeitbeschäftigung. Ob an der Küste oder im Inland, für jeden Geldbeutel und Geschmack ist etwas dabei. Die Natur und die Freiheit, die das Campen mit sich bringt, sind unbezahlbar.