Heute ist der 7.06.2026. In der kleinen, aber feinen Region Mansfeld-Südharz tut sich was im Bereich erneuerbare Energien. Ein neuer Park, der Wind- und Solarenergie miteinander kombiniert, nimmt Gestalt an. Ganz konkret bedeutet das: acht Windräder und eine beeindruckende Solaranlage mit rund 86.000 Solarmodulen. Die Gesamtleistung der Solaranlage kratzt an der 54 Megawatt Peak-Marke. Das klingt doch schon einmal vielversprechend, oder nicht?
Das Besondere daran? Ein gemeinsames Umspannwerk wird sowohl vom Windpark als auch von der Solaranlage genutzt. Praktisch, denn so kann der überschüssige Windstrom, der im Winter erzeugt wird, optimal eingesetzt werden, während die Solaranlage im Sommer für frischen, sonnigen Strom sorgt. Energieminister Armin Willingmann hat das Ganze mit einem klaren Bekenntnis zur Notwendigkeit erneuerbarer Energien untermauert – die Zeit für pragmatische Lösungen, um Netzengpässe zu vermeiden, ist jetzt!
Der Wind weht anders
Ganz ehrlich, der Windpark hat die Priorität, wenn es um die Einspeisung geht. Das soll dafür sorgen, dass das Netz nicht überlastet wird. Schließlich können wir uns nicht leisten, dass die Lichter ausgehen, nur weil der Wind mal wieder ein bisschen stärker bläst. Und wie sieht’s deutschlandweit aus? Die Bundesregierung hat im Erneuerbare-Energien-Gesetz und im Windenergie-auf-See-Gesetz klare Ausbauziele formuliert. Bis 2030 sollen Windkraftanlagen auf stolze 145 Gigawatt kommen. Bis 2045 sogar auf satte 230 Gigawatt. Da ist noch einiges zu tun!
Eine kleine Anekdote am Rande: Im Jahr 2025 hat sich die Windkraft tatsächlich schwer getan – da blieben die Bauvorhaben 8,9 Gigawatt hinter dem Ziel zurück. Aber bei der Solarenergie? Da wurde das Jahresziel von 2025 um 11,9 Gigawatt übertroffen! Das zeigt doch, dass wir in der Solarbranche auf einem guten Weg sind, während bei den Windrädern noch Luft nach oben ist. Übrigens, Niedersachsen hat die Nase vorn, wenn es um die Gesamtleistung an Windkraftanlagen geht, während Schleswig-Holstein bei der Leistung pro Quadratkilometer ganz vorne mitmischt.
Ein Blick in die Zukunft
Doch mit dem Ausbau der Erneuerbaren alleine ist es nicht getan. Ein entscheidender Faktor ist der Ausbau von Batteriespeichern. Aktuell haben wir etwa 25 Gigawattstunden Speicherkapazität. Doch für 2030 wird ein Bedarf von 104 Gigawattstunden geschätzt. Das ist eine ordentliche Hausnummer! Wenn wir wirklich die Energiewende schaffen wollen, müssen wir auch hier kräftig zulegen. Der Bedarf ist da, und die Speicherkapazität ist in den letzten Jahren bereits stark gewachsen – von 2,3 Gigawattstunden Ende 2020 auf die jetzige Menge.
Die Herausforderung bleibt: Wie schaffen wir es, die Ziele der Bundesregierung zu erreichen? Fast 40 Prozent der Windkraft-Leistung Deutschlands finden wir in den norddeutschen Bundesländern. Da ist ein echtes Potential vorhanden! Die Gemeinden, die sich für den Ausbau einsetzen, könnten bald die Vorreiter der Energiewende sein. Und während wir hier in Bremen und Umgebung über neue Projekte nachdenken, bleibt die Sonne über Bayern und Baden-Württemberg besonders stark – dort wird die meiste Solarenergie produziert.
Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln. Der neue Park in Mansfeld-Südharz könnte ein kleiner, aber feiner Schritt in die richtige Richtung sein. Die Kombination aus Wind und Sonne ist ein Ansatz, der vielleicht nicht nur hier, sondern auch an anderen Orten Schule machen könnte. Wir müssen dranbleiben – für uns selbst und für die kommenden Generationen.
