Heute ist der 26. Juni 2026 und in Bremen, genauer gesagt in Brake, hat sich einiges getan. Am Freitagvormittag hat das Havariekommando zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) eine dreitägige Übung gestartet. Der Fokus? Die Bekämpfung eines fiktiven Ölunfalls auf der Weser. Ein Szenario, das uns alle betrifft, denn es geht um den Schutz unserer Küsten und Gewässer. Wie viele Tonnen Schweröl nach einer Havarie auf der Weser austreten und das Ufer verschmutzen? Das ist nicht nur ein theoretisches Problem, sondern ein echtes Risiko, das ernst genommen werden muss.

Die Übung findet unter praxisnahen Bedingungen statt, sowohl vom Land als auch auf dem Wasser mit Mehrzweckarbeitsbooten. Rund 200 Einsatzkräfte des THW sind vor Ort und trainieren, wie man Öl eindämmt, aufnimmt und beseitigt – eine entscheidende Fähigkeit in der heutigen Zeit. Man stelle sich das mal vor: Einsatzkräfte in voller Montur, das Wasser glitzert in der Sonne, während sie sich auf die Herausforderung vorbereiten. Und das Beste? Am Samstag findet parallel der Hochwasserschutztag des Landkreises Wesermarsch statt, was zusätzliche Verkehrsbeeinträchtigungen im Bereich des Stadthafens mit sich bringt. Ein volles Programm!

Die Rolle des Havariekommandos

Das Havariekommando ist seit 2003 für das Unfallmanagement auf See in Deutschland zuständig und hat sich auf die Bekämpfung von großen Ölverschmutzungen spezialisiert. Im Einsatzfall wird der „Havariestab“ innerhalb von weniger als 45 Minuten aktiviert, um alles in die Wege zu leiten. Das bedeutet, dass Einsatzkräfte sofort alarmiert werden und benachbarte Behörden informiert werden. Ein reibungsloser Ablauf, der im Ernstfall entscheidend ist!

Entlang der deutschen Küstenlinie sind Materialdepots und Spezialschiffe für den Öleinsatz eingerichtet. Die Bekämpfung von Öl erfolgt hauptsächlich mechanisch, durch den Einsatz von Bürsten und Saugeinrichtungen. Jährlich finden rund 160 Übungen zur Zusammenarbeit der Organisationen statt, um die Einsatzkonzepte fortlaufend zu überprüfen und anzupassen. Diese Vorbereitungen sind unerlässlich, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde.

Die Technik hinter der Ölschadenbekämpfung

Wenn Öl ins Wasser gelangt, wird es knifflig. Mechanische Methoden sind bei dispergiertem Öl nicht anwendbar, da die Grenzflächenspannung zwischen Öl und Wasser verringert wird. Hier kommen Dispergatoren ins Spiel, chemische Mittel, die Öltröpfchen lösen und den Abbau durch Bakterien erleichtern. Das Havariekommando prüft derzeit den Einsatz von Dispergatoren in einem Konzept. In Deutschland ist „In-situ-burning“ nicht angewendet, da die gesundheitlichen Risiken zu hoch sind. Damit bleibt der Schutz der Umwelt und der Menschen an erster Stelle.

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Und wenn wir schon von Tieren sprechen – die Bekämpfung von Öl an Land hängt stark von der Küstenbeschaffenheit ab. Vergrämen und Einfangen von Tieren sind zwei Methoden, die eingesetzt werden, um die Fauna zu schützen. Vergrämen kann visuell oder auditiv erfolgen. Es gibt viel zu beachten, und die Planung muss stimmen, um die Tiere rechtzeitig in sichere Rückführgebiete zu bringen. Ehrlich gesagt, das ist eine Herausforderung!

Die Fachgruppe Ölschaden

Die Fachgruppe Ölschaden des THW ist darauf spezialisiert, Ölverschmutzungen auf und an Gewässern zu bekämpfen. Ihre Maßnahmen sind vielseitig: von der Aufnahme von Öl an belasteten Ufern und Stränden, über die Kanalisierung der Verschmutzung mit schwimmenden Barrieren, bis hin zur Sammlung von Öl an der Wasseroberfläche mit Skimmern. Darüber hinaus werden mobile Separationsanlagen eingesetzt, um Wasser- und Ölanteile zu trennen.

Die Fahrzeuge der Fachgruppen sind ebenfalls beeindruckend ausgestattet. Typ A und B unterstützen Bundesländer mit Küsten, während Typ C sich auf Binnengewässer konzentriert. Mit einer mobilen Separationsanlage, die bis zu 160 m³/h bewältigen kann, sind sie bestens gerüstet. Schwimmende Ölbarrieren und Pumpenausstattung gehören ebenfalls zur Standardausrüstung. Es ist ein echtes Zusammenspiel von Technik und Menschlichkeit – und das ist es, was die Übung in Brake so besonders macht.