Heute ist der 12.05.2026 und in Bremen gibt es, wie die aktuellen Zahlen zeigen, einen besorgniserregenden Anstieg bei den Syphilis-Fällen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat festgestellt, dass die Anzahl der registrierten Syphilis-Infektionen im Jahr 2025 auf über 100 gestiegen ist – das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Wenn man die Zahlen mit 2021 vergleicht, hat sich die Situation mehr als verdoppelt! Ein alarmierender Trend, der uns alle betrifft.
Die mögliche Ursache für diesen Anstieg könnte, so das RKI, der Rückgang des Kondomgebrauchs sein. Wer regelmäßig die Nachrichten verfolgt, wird vielleicht schon gemerkt haben, dass Syphilis und andere sexuell übertragbare Krankheiten (STIs) wieder stärker in den Fokus rücken. In Bremerhaven blieben die Fälle mit 14 registrierten Ansteckungen stabil im Vergleich zum Vorjahr. Aber Bremen liegt im Ländervergleich leider auf einem der hinteren Plätze – nur Berlin und Hamburg haben noch höhere Fallzahlen.
Übertragung und Symptome
Syphilis wird durch das Bakterium Treponema pallidum verursacht. Die Übertragung erfolgt über sexuelle Kontakte, hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr, und kann durch kleine Verletzungen der Haut oder Schleimhäute erfolgen. Das Bakterium ist ein bisschen zickig und überlebt außerhalb des Körpers nicht lange. Unbehandelt kann Syphilis jedoch zu schweren gesundheitlichen Folgen führen, wie Organschäden oder sogar Neurosyphilis, die das zentrale Nervensystem angreifen kann. Hier wird’s richtig heftig! Die Symptome variieren – von schmerzlosen Geschwüren bis hin zu Fieber und Müdigkeit. Manchmal gibt es sogar Hautausschläge. Ein echtes Schattenspiel an Symptomen, das man sich besser nicht einfangen möchte!
Eine der unangenehmen Wahrheiten: Nicht getestete Personen erscheinen nicht in der Statistik. Das bedeutet, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher sein könnten, vor allem wenn man bedenkt, dass die Ansteckungen auch durch mehr Tests zugenommen haben könnten. Es ist also essentiell, offen über sexuelle Gesundheit zu reden und regelmäßige Tests in Betracht zu ziehen.
Die Rolle des Robert-Koch-Instituts
Das Robert-Koch-Institut hat auch einen Ratgeber herausgegeben, der aktuelle Informationen zu syphilitischen Erkrankungen bereitstellt. Die Ratgeber sind für Fachkreise gedacht und bieten wertvolle Informationen, die in Zusammenarbeit mit nationalen Referenzzentren und Experten erstellt werden. Auf der Webseite des RKI kann man diese Ratgeber abrufen – eine gute Anlaufstelle, wenn man sich über die neuesten Entwicklungen und Behandlungsmöglichkeiten informieren möchte. Die letzte Aktualisierung des Ratgebers fand im November 2020 statt. Wer sich fragt, wie man Syphilis vorbeugen kann, findet dort praktische Tipps. Primäre Prävention, wie Aufklärung über STIs und die Verwendung von Kondomen, stehen ganz oben auf der Liste.
Aufklärung ist der Schlüssel! Die Zahl der Meldungen in Deutschland ist seit den 2010er Jahren gestiegen, insbesondere bei Männern, die Sex mit Männern haben. Und während Niedersachsen unter dem Bundesdurchschnitt bleibt, sieht die Situation in den großen Städten ganz anders aus. Dort sind die Inzidenzen deutlich höher.
Der Weg zur Heilung
Wenn man einmal erwischt wurde, heißt das nicht, dass alles verloren ist. Syphilis ist behandelbar, und die erste Wahl ist Penicillin – ein klassisches Mittel, das nach wie vor wirkt. Wichtig sind serologische Kontrollen nach der Therapie, um den Therapieerfolg zu überprüfen. Die Behandlung kann allerdings auch Nebenwirkungen haben, wie die Jarisch-Herxheimer-Reaktion, die nicht gerade angenehm ist.
In der heutigen Zeit, wo das Bewusstsein für sexuelle Gesundheit immer wichtiger wird, sollten wir alle Verantwortung übernehmen. Die Verbreitung von Syphilis und anderen STIs ist ein Thema, das uns alle angeht. Es ist nie zu spät, sich zu informieren und zu handeln. Seid klug, schützt euch und eure Partner – und scheut euch nicht, über Gesundheit zu sprechen! Denn nur wenn wir das Thema offen angehen, können wir diese Herausforderungen gemeinsam bewältigen.