Achim im Aufbruch: Zwischen Visionen und Herausforderungen für die Zukunft der Gewerbeflächen
Die kleine Stadt Achim, nicht weit von Bremen entfernt, hat sich so einiges vorgenommen. Angesichts des begrenzten Angebots an modernen Gewerbeflächen ist die Stadtverwaltung gefordert, Lösungen zu finden, um ansässige Unternehmen zu halten und neue anzuziehen. Es herrscht ein gewisses „Hier bleibt man doch gerne“ – Gefühl, vor allem, weil die Unternehmen klar signalisiert haben, dass sie in Achim bleiben möchten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Aber der Druck wächst, und die Zeit drängt.
Im Dezember hat der Rat beschlossen, dass die EVG Achim GmbH sich um die Entwicklung des Gebiets „Auf der Laake“ kümmern wird. Ein Schritt, der als notwendig erachtet wird, um die Bebauungs- und Flächennutzungspläne anzupassen. Steffen Zorn, der Bauamtsleiter, sieht den Handlungsbedarf deutlich: Ohne geeignete Flächen könnten Unternehmen abwandern. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen bleibt hoch – das ist wie ein ständiger Wettlauf mit der Zeit! Ein Teil der Lösung könnte das Großprojekt Achim-West sein, das derzeit im Planfeststellungsverfahren steckt.
Große Pläne für die Verkehrsanbindung
Das Projekt Achim-West zielt darauf ab, die Verkehrsinfrastruktur erheblich zu verbessern. Eine neue Autobahnanschlussstelle an der A27 soll die Landesstraße 158 sowie die Autobahnen rund um das Bremer Kreuz entlasten. Das klingt nach einem gewaltigen Vorhaben – und das ist es auch! Die Stadt Achim arbeitet eng mit dem Land Bremen zusammen, um die steigenden Verkehrsbelastungen und die geplanten gewerblichen Entwicklungen in den Griff zu bekommen.
Eine neue Planstraße wird die Theodor-Barth-Straße verlängern, inklusive einer Querung der A1 und einer Unterquerung der Bundesbahnlinie Hannover-Bremen. Ein ambitioniertes Vorhaben, das nicht nur die Erreichbarkeit für die Unternehmen verbessert, sondern auch die Lebensqualität der Anwohner steigern soll. Apropos Lebensqualität: Ein Teil der Fläche nördlich der Theodor-Barth-Straße soll als öffentliche Grünfläche ausgewiesen werden. Das ist doch mal ein schöner Gedanke!
Wirtschaftliche Perspektiven und Herausforderungen
Insgesamt wird eine Nettovermarktungsfläche von über 90 Hektar für das Gewerbegebiet angestrebt. Die Prognosen sind vielversprechend: Bis zu 2,5 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung in 20 Jahren und 1.700 bis 3.600 neue Arbeitsplätze könnten hier geschaffen werden. Das klingt fast wie ein wirtschaftliches Wunder! Aber der Weg dahin ist mit Herausforderungen gepflastert. Ein Investitionsvolumen von etwa 60 Millionen Euro für die Verkehrsinfrastruktur steht auf dem Plan, und die Finanzierung erfordert die Beteiligung von Landkreis Verden, Bremen und Bund. Die EU-Fördermittel sind derzeit leider nicht verfügbar, was die Sache nicht einfacher macht.
Die Nachfrage nach Gewerbeflächen bleibt ungebrochen, und die Stadt Achim hat in bestehenden Gewerbegebieten bereits über 2.100 Arbeitsplätze auf 60 Hektar Fläche angesiedelt. Die Gespräche mit ansässigen Unternehmen sind ein Zeichen dafür, dass die Stadt auf dem richtigen Weg ist. Die erste Bürgerbeteiligung fand bereits im Jahr 2017 statt, und es gab viele Informationsveranstaltungen, um die Bevölkerung in die Planung einzubeziehen. Es ist wichtig, die Stimmen der Bürger zu hören, denn schließlich geht es hier um ihre Zukunft!
Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die Pläne bald in die Realität umgesetzt werden. Achim hat große Träume, und die Stadtverwaltung ist entschlossen, diese zu verwirklichen. Die Zeit wird zeigen, ob die Visionen für Achim-West und die Entwicklung neuer Gewerbeflächen Realität werden. Eines ist sicher: Die Stadt wird alles daransetzen, dass Achim ein Ort bleibt, an dem Unternehmen gerne ansiedeln und wachsen wollen. Und wir dürfen gespannt sein, wie sich das alles entwickeln wird!
