Am 5. Juni ist es wieder soweit – rund 85.000 Grundstückseigentümer am rechten Weserufer dürfen ihre Stimme abgeben und das neue Deichamt des Bremischen Deichverbandes für die nächsten fünf Jahre wählen. Und ja, das Ganze findet per Briefwahl statt! Die Wahlunterlagen sind bereits auf dem Weg zu den Wählern, schließlich haben die meisten von uns schon genug mit dem Wetter und dem Klima zu kämpfen, da braucht’s nicht auch noch einen zusätzlichen Stressfaktor im Wahllokal.
Das Deichamt ist nicht nur ein weiteres Gremium, das über die Geschicke der Region entscheidet. Nein, es ist die höchste Instanz des Deichverbandes und entscheidet über zentrale Dinge wie die Beitragshöhe und den Wirtschaftsplan. Die 31 Mitglieder des Deichamtes setzen sich aus verschiedenen Wahlbezirken zusammen, darunter auch unsere geliebten Ortsteile Borgfeld und Blockland. Die Kandidaten gehören entweder der bürgerlich-konservativen Bürgergruppe Deichsicherheit an oder der Liste Deichschutz-Klimaschutz-Naturschutz, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Deichverband bis 2030 klimaneutral zu gestalten.
Wahlberechtigte und Kandidaten
Wählen dürfen nur die Verbandsmitglieder, die ein Grundstück im Verbandsgebiet besitzen und somit auch Beiträge zahlen – ganz klar, oder? Die beiden Gruppen haben ihre eigenen Vertreter ins Rennen geschickt: Da hätten wir zum Beispiel den amtierenden Deichhauptmann Wilfried Döscher und Kaufmann Heiko Spaarmann für die Liste Deichschutz-Klimaschutz-Naturschutz, und auf der anderen Seite Gerd Gartelmann und Harje Kaemena für die Bürgergruppe Deichsicherheit. Interessant ist, dass die Deichschutzliste seit 1986 den Deichhauptmann stellt – da könnte man fast von einer Tradition sprechen!
In Ortsteilen, wo es nur einen Kandidaten gibt, entfällt die Wahl, und der Kandidat wird einfach als gewählt erklärt. Praktisch, oder? Aber auch hier gilt, dass alle Wahlberechtigten ihre Stimme bis zum 5. Juni um 16 Uhr abgeben können. Die Stimmabgabe ist ganz unbürokratisch – die Unterlagen können auch direkt in der Geschäftsstelle abgegeben werden, falls jemand seine Unterlagen verloren hat, einfach mal beim Deichverband nachfragen!
Die Herausforderungen des Deichschutzes
Das Deichamt hat nicht nur die Aufgabe, die Wahl zu organisieren. Es ist auch für die Überwachung und Entlastung des Vorstands zuständig, der zudem die wichtigen Entscheidungen trifft, die den Deichschutz betreffen. Diese Aufgaben sind gerade in Zeiten des Klimawandels von enormer Bedeutung. Die Herausforderungen, vor denen die Deiche stehen, sind vielfältig: Deichunterhaltung, Erhöhung und die Bewältigung von Starkregenereignissen sind nur einige der Themen, die auf der Agenda stehen. Komischerweise sind die bürokratischen Hürden oft ein großes Hemmnis für notwendige Baumaßnahmen – da könnte man fast verzweifeln!
Die Zusammenarbeit zwischen den großen Listen im Deichamt war in den letzten Jahren durchaus sachorientiert. Es ist wichtig, dass das Gremium ausgewogen besetzt ist, um eine breite Meinungsbasis zu schaffen. Schließlich geht es um den Schutz unserer Deiche, die wie eine unsichtbare Mauer gegen Hochwasser wirken. Und die letzten Projekte, wie die Deicherhöhungen an der Schlachte und im Werderland, sind nur einige der Maßnahmen, die im Rahmen des Generalplans Küstenschutz realisiert wurden. Auch wenn die Bürgergruppe keinen Einfluss auf den Platanenbestand am linken Weserufer hat, so bleibt der Hochwasserschutz dennoch die oberste Priorität.
Jetzt, wo der Wahltermin näher rückt, wird man sehen, wie die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben – und ob es tatsächlich gelingt, eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Denn je mehr Menschen sich beteiligen, desto legitimer kann das Deichamt arbeiten. Die Vorfreude ist spürbar, und man darf gespannt sein, wer die Geschicke des Deichverbandes in den kommenden fünf Jahren lenken wird!
