In Findorff rumort es gewaltig! Die Brücken über den Torfkanal stehen vor einem großen Umbruch. Es ist kein Geheimnis mehr, dass drei der Brücken – die Utbremer Ring- und die Ahnewehrweg-Brücke aus dem Jahr 1952 sowie die Luley-Brücke von 1911 – aufgegeben werden müssen. Der Zustand dieser Bauwerke ist alles andere als rosig. Querrisse, Abplatzungen, Rostschäden und fehlende Querbewehrungen machen den Brücken den Garaus. Sie haben den „Grenzzustand der Tragfähigkeit“ erreicht, und das bedeutet nichts Gutes für die Verkehrssicherheit.

Die Pläne sehen vor, dass die neuen Brücken an veränderten Standorten entstehen. Das hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen werden die Wege im Bürgerpark verkürzt, was für die Spaziergänger und Radfahrer eine echte Erleichterung darstellt. Und genau das ist auch das Ziel – eine Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs! Der Amtsleiter des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV) hat bereits einige Entwürfe und Kostenschätzungen präsentiert. Aber es kann erst losgehen, wenn der Senat die nötigen Mittel freigibt.

Ein Neubeginn für die Brücken

Der Abriss und der Neubau der Brücken sollen parallel ablaufen. Die Ringbrücke wird um 15 Meter versetzt und auf eine Breite von 5,50 Metern ausgeweitet. Die Luley-Brücke wird sogar um 55 Meter versetzt, die Brücke am Ahnewehrweg geht um ganze 300 Meter Richtung Weidedamm-Fleet. Das klingt nach einer Menge Bewegung! Und die neuen Brücken am Bernburger Weg und am Fleet sollen mit 3,50 Metern Breite auch ordentlich Platz bieten.

Die Kostenschätzungen für die möglichen Brückentypen sind ebenfalls vielversprechend. Eine Stahlbalkenbrücke würde etwa 390.000 Euro kosten, während die Fachwerkbrücke mit 420.000 Euro und die Bogenbrücke mit 440.000 Euro etwas teurer sind. Um Kosten und Bauzeit zu sparen, plant die ASV, alle drei Brücken baugleich zu gestalten. Das könnte für die Stadt eine echte Einsparung sein!

Dringlichkeit im Fokus

Besonders bei der Luley-Brücke drängt die Zeit. Da ist es nicht nur ein bisschen brenzlig – die Brücke könnte aus Verkehrssicherheitsgründen bald gesperrt werden. Das ist ein Punkt, der auch den Findorffer Beirat beschäftigt. Die Entscheidung über die Brückenvariante wird in Kürze erwartet. Die Pläne sollen im dritten Quartal 2023 der Baudeputation vorgelegt werden. Die Anwohner hoffen, dass alles möglichst schnell vorangeht – schließlich nutzen viele die Brücken täglich.

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Insgesamt zeigt sich, dass die Infrastruktur in Findorff dringend an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden muss. Der Stil der neuen Brücken könnte dabei auch eine spannende Diskussion unter den Bürgern entfachen. Wer weiß, vielleicht bringt uns das ja nicht nur neue Brücken, sondern auch ein neues Gefühl für die eigene Nachbarschaft!