Heute ist der 30.06.2026 in Findorff und es gibt Neuigkeiten, die den kleinen, aber feinen Platz bei der Jan-Reiners-Lok betreffen! Die Findorffer CDU-Fraktion hat ein Konzept zur offiziellen Benennung und Verbesserung des Platzes an der Ecke Fürther- und Hemmstraße vorgestellt. Das klingt nach einer Aufwertung, die dringend nötig ist, denn viele Anwohner beschreiben den Platz als „abgerockt“. Hier soll ein neuer Wind wehen – frischer, einladender und einfach schöner.

Im Konzept sind einige spannende Maßnahmen enthalten. Neben einer neuen Pflasterung und besserer Pflege werden auch zusätzliche Sitzbänke und eine multimediale Infotafel zur Historie des Ortes geplant. Das Ganze soll zum neuen Namen „Weiterentwicklung des Jan-Reiners-Platzes“ führen. Henry Ponty, der neue Vorsitzende des CDU Ortsverbands, hat sich auch dafür ausgesprochen, den seit Jahren trockenen Springbrunnen bis zur 125-Jahr-Feier in zwei Jahren wieder in Betrieb zu nehmen. Eine tolle Idee, die dem Platz mehr Leben einhauchen würde!

Der Platz und seine Geschichte

Der Jan-Reiners-Platz hat eine interessante Vergangenheit. Früher war hier der Standort des Bahnhofs Hemmstraße, ein wichtiger Knotenpunkt für die Kleinbahn von 1900 bis 1954. Das Bahnhofsgebäude wurde zwar in den 50er Jahren abgerissen, doch die Dampflokomotive „Lok Nr. 1“, die seit 1967 auf einem Sockel steht, erinnert an die glorreiche Zeit. Sie trägt den Namen von Johann Reiners, einem Förderer der Kleinbahnstrecke. Diese historische Verbindung soll durch den offiziellen Namen und die erklärende Legende auf der neuen Infotafel gewürdigt werden.

Doch nicht nur die Geschichte ist spannend, auch die Gegenwart birgt Herausforderungen. Der Platz wird oft als trist und unordentlich wahrgenommen. Überfüllte und verdreckte Flächen sowie unkoordinierte Stromkästen sind keine Seltenheit. Das hat auch Auswirkungen auf die Aufenthaltsqualität. Der Bürgerdialog, den die CDU zur Verbesserung des Platzes initiiert hat, hat zwar einige Ideen hervorgebracht, doch die Bürgerbeteiligung war eher gering. Das hat viele als Zeichen von politischem Desinteresse empfunden, auch wenn der Bürgerverein Findorff e.V. bald sein Jubiläum feiert und einst der mitgliederstärkste Verein in Bremen war.

Ärger mit den Tauben und weitere Pläne

Ein weiteres Problem sind die Tauben. Da ein Fütterungsverbot nicht durchsetzbar ist, soll ein Taubenhaus helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Es wird spannend zu sehen, ob dieser Ansatz funktioniert. Gastronom Hasan Gül hat bereits seine Unterstützung angeboten, indem er den Brunnen mit Pflanzen verschönern möchte, aber auch er wünscht sich eine umfassende Sanierung. Die Frage bleibt, wer die Kosten dafür tragen wird.

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Das Konzept umfasst auch Kostenschätzungen sowie Informationen zu zuständigen Stellen und möglichen Förderprogrammen. Eine Zusammenarbeit mit Findorffer Institutionen und Unternehmen wird angestrebt, um das Projekt zu unterstützen. Eine ansprechendere Bepflanzung, engere Pflegeintervalle und eine Verbesserung der Rasenflächen sind weitere Forderungen, die laut dem Konzept in Angriff genommen werden sollen.

Innovative Ansätze für die Stadtentwicklung

In diesem Kontext könnte das Projekt PARTI-VR, das vom Fraunhofer IFF in Magdeburg entwickelt wird, interessante Ansätze bieten. Es zielt darauf ab, Bürger aktiv in die Stadtentwicklung einzubinden. Durch die Kombination von Virtual-Reality-Technologien mit analogen Mitmachformaten können Bürger ihre Ideen zur Gestaltung städtischer Räume äußern, unabhängig von Alter oder digitaler Affinität. Das könnte eine spannende Inspiration für die Findorffer CDU sein, um die Bürgerbeteiligung zu erhöhen.

Die Neugestaltung des Jan-Reiners-Platzes ist ein großes Vorhaben, das viel Potenzial hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Pläne in die Tat umgesetzt werden und ob die Findorffer bald einen Platz haben, der nicht nur historisch, sondern auch lebendig und einladend ist. Bis dahin heißt es: Abwarten und Tee trinken – oder vielleicht einen Kaffee im benachbarten Café genießen!