Ein neues Zuhause für die Kleinsten: Das Kinder- und Familienzentrum in Gröpelingen nimmt Gestalt an
Am 2. Juli 2026 war die Stimmung in der Marienwerderstraße in Gröpelingen einfach großartig. Ein Richtfest für den Neubau eines viergruppigen Kinder- und Familienzentrums (KuFZ) wurde gefeiert. Die Baukosten von etwa 7,1 Millionen Euro scheinen zwar hoch, doch die Vorfreude auf das moderne Passivhaus mit dem Gründach und der Photovoltaikanlage ist unübersehbar. Der Rohbau steht und die Richtkrone schimmert stolz über den Bauarbeiten. Auf einer Grundstücksfläche von 2.185 Quadratmetern wird bald ein Ort entstehen, der für viele Familien einen neuen Lebensraum bieten wird.
Die Fertigstellung des Gebäudes wird voraussichtlich im April 2027 sein. Mit einer Bruttogeschossfläche von 1.239 Quadratmetern wird hier Platz für vier Kitagruppen geschaffen – zwei Krippen- und zwei Elementargruppen. Das klingt nach einem Ort voller Lachen und Freude! Das Braunschweiger Bauunternehmen Vierbag GmbH hat das Generalübernehmerverfahren übernommen, und man kann nur hoffen, dass alles nach Plan verläuft. Die Obergeschosse werden mit Aluminium-Schindeln verkleidet, während das Erdgeschoss mit vertikalen Holzprofilen gestaltet wird. Fenster und Türen aus Holz mit einer Aluminium-Deckschale sorgen für einen modernen Look. Was für ein schönes Gebäude wird hier wohl bald stehen!
Vielfältige Angebote für die Kleinsten
In diesem neuen Zentrum wird es nicht nur um die Betreuung der Kinder gehen. Ein Bewegungsraum, eine Großküche und ein Elterncafé werden ebenfalls Teil des Angebots sein. Auch Räume für Beratungs- und Frühförderungsangebote sind eingeplant. Das klingt nach einem Ort, an dem sich Eltern und Kinder gleichermaßen wohlfühlen können. Die Gestaltung des Gebäudes auf drei Ebenen wurde notwendig, um den schützenswerten Baumbestand zu berücksichtigen und gleichzeitig den begrenzten Platz optimal zu nutzen. Zudem ist keine direkte Pkw-Zufahrt geplant – das sorgt für mehr Sicherheit und weniger Verkehr rund um das Zentrum.
Ein Blick auf die aktuellen Bauprojekte in Bremen zeigt, dass dieses KuFZ nicht das einzige seiner Art ist. KiTa Bremen betreibt insgesamt 90 Kinder- und Familienzentren, die täglich rund 9.000 Kindern Platz bieten. Im Jahr 2024 sind etwa 48 Bauprojekte in Planung, darunter Neubauten, Umbauten und Sanierungen. Ein eigenes Architekt:innen-Team ist dafür zuständig, alle Neu- und Umbauprojekte zu begleiten, um die speziellen Bedürfnisse von Kindern, Familien und Mitarbeitenden zu berücksichtigen.
Ein Teil eines größeren Plans
Die Broschüre „Bauen mit KiTa Bremen“ gibt interessante Einblicke in den Planungsprozess und die beteiligten Akteure. Neben dem Handbuch zur Raumgestaltung gibt es auch spezifische bauliche Standards, die für Neubauten und Umbauvorhaben praxisnahe Vorgaben bieten. Das zeigt, wie ernst man es hier mit der Schaffung von kindgerechten Räumen nimmt.
Für die Region Nord ist ein Neubau des Kinder- und Familienzentrums Lesum in Planung, der bis Sommer 2025 fertiggestellt werden soll. In der Region Mitte sind das Betty-Gleim-Haus und das Kinder- und Familienzentrum Humboldtstraße in Arbeit. Auch im Süden wird nicht stillgestanden – hier wird das Kinder- und Familienzentrum Amersfoorter Straße bis 2026 neu gebaut. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen, denn in Bremen tut sich einiges, wenn es um die Zukunft der Kleinsten geht.
