Heute ist der 24.06.2026 und wir blicken auf eine interessante Pressekonferenz des Bremer Finanzsenators Björn Fecker zurück. Aufgeregt saßen die Journalisten in der Reihe und warteten darauf, mehr über seine Rolle als UEFA Match Delegate zu erfahren. Der Mann, der seit 2017 in dieser Position tätig ist, sprach offen über seine Erfahrungen – auch wenn er sich damit nicht gerade in ein gutes Licht stellte. „Intransparent“ beschreibt er seinen Umgang mit dem UEFA-Job, und er bedauert, dass er dies nicht klar kommuniziert hat. Dabei war seine Tätigkeit, so stellt sich heraus, alles andere als trivial.

Fecker, der seit seinem Amtsantritt als Bremer Finanzsenator im Juli 2023 fünfmal im europäischen Ausland im Einsatz war, hob hervor, dass er an seiner rechtlichen Position festhält: Die Tätigkeit als Match Delegate gelte nicht als Berufstätigkeit im Sinne der Bremischen Landesverfassung. In den letzten zwei Jahren erhielt er Tagespauschalen von insgesamt rund 3.000 Euro, die er – ganz großzügig – gespendet hat. Hotel- und Reisekosten? Die übernahm die UEFA samt der Gastgeberverbände.

Ein Blick auf die Zahlen

Um ein bisschen mehr Licht ins Dunkel zu bringen: Bei jedem seiner Einsätze erhält Fecker von der UEFA eine Tagespauschale von 200 Euro für in der Regel drei Tage – das macht stolze 600 Euro pro Spiel. So verdiente er 2024 insgesamt 1.800 Euro und 2025 waren es noch einmal 1.200 Euro. Es ist also klar, dass hier ein gewisses finanzielles Potenzial drinsteckt! Doch die Senatskanzlei war über seine Nebentätigkeit nicht informiert und die Tatsache, dass Fecker diese nicht in offiziellen Lebensläufen oder Social-Media-Profilen erwähnt, wirft Fragen auf. Das geht in die Richtung „Was wird da eigentlich verschwiegen?“. Feckers Sprecher behauptet, es handele sich nicht um eine anzeigepflichtige Nebentätigkeit, was die Situation nicht gerade einfacher macht.

Die CDU-Fraktion hat bereits Klärungsbedarf angemeldet und fordert eine Stellungnahme von Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Sie argumentieren, dass die UEFA-Tätigkeit als Berufstätigkeit zu werten sei, was Fecker jedoch vehement bestreitet. Auf der anderen Seite unterstützt die Grüne Fraktionsspitze Fecker und betont, dass sein Engagement für den Fußball weithin bekannt sei. Es scheint, als ob hier zwei Welten aufeinanderprallen: Auf der einen Seite der Wunsch nach Transparenz und Klarheit, auf der anderen der unermüdliche Einsatz für den Fußball.

Ein ehrenamtliches Engagement oder doch mehr?

Ein weiterer interessanter Punkt: Fecker ist auch der ehrenamtliche Vorsitzende der DFB-Kommission für Gesellschaftliche Verantwortung, eine Rolle, die er seit 2016 ausfüllt. Hier berät er das DFB-Präsidium zu Themen wie Fairplay und Antidiskriminierung. Bis Ende 2025 führte er diesen Vorsitz ohne Tagesgelder anzunehmen. Die Senatskanzlei hatte ihm 2023 geraten, diese Tätigkeit aus Transparenzgründen genehmigen zu lassen, was er nicht tat. Ein bisschen seltsam, oder?

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Komischerweise äußern auch Teile der Grünen Bürgerschaftsfraktion Skepsis gegenüber der Intransparenz von Feckers Verhalten. Dies zeigt, dass selbst unter den eigenen Reihen nicht jeder mit der Situation zufrieden ist. Im Jahr 2026 gab es keine weiteren Einsätze als Match Delegate und auch keine weiteren geplant. Vielleicht ist das eine Art Wendepunkt für Fecker, der sich nun vielleicht intensiver auf seine Rolle als Finanzsenator konzentrieren kann.