Das Quartiersfest am Pulverberg in Walle, das für vergangenes Wochenende geplant war, musste aufgrund extremer Hitze leider abgesagt werden. Da hat sich das Kulturhaus Walle mit seinen monatelangen Vorbereitungen ganz schön ins Zeug gelegt – und dann das! Roberta Menéndez, die Organisatorin, erklärte, dass bis zur letzten Minute Hoffnung auf das Fest bestand. Doch die unerträglichen Temperaturen machten einen Strich durch die Rechnung. Der Platz, der sonst viel Schatten bietet, verwandelte sich bei dieser Hitze in eine Art Grillfläche. Und wenn die Getränkelieferanten mit einem kaputten Kühlsystem anrücken, kann’s einfach nicht gutgehen. So wurden sogar die Veranstaltungstechniker, die mit dem Bühnenaufbau beschäftigt waren, nach Hause geschickt. Irgendwie traurig, oder?

Frust macht sich im Kulturhaus breit, denn schon zu Beginn des Jahres wurde das große Stadtteilfest aus finanziellen und personellen Gründen abgesagt. Das ist schon eine herbe Enttäuschung, denn der Waller Stadtteilfest ist nicht einfach irgendein Fest – es zählt zu den größten Straßenfesten in Bremen und hat sich über die Jahre von einem nachbarschaftlichen Straßenfest zu einer Großveranstaltung entwickelt. Aber in diesem Jahr wird es nichts mehr mit einem großen Fest. Die nächsten Veranstaltungen im Kulturhaus sind eher klein und beschaulich: Doppelkopfspielen, intuitives Malen und Besuche im Kaisenhaus-Museum – alles schön und gut, aber kein Vergleich zu dem, was man sich erhofft hatte.

Ein neuer Versuch im September?

Jetzt wird überlegt, im September einen Flohmarkt mit kleinem Beiprogramm zu organisieren. Das könnte vielleicht ein kleiner Lichtblick im trüben Sommer sein. Immerhin gibt es noch die Hoffnung auf ein Quartiersfest am Osterfeuerberg, das in dieser Form nun das Stadtteilfest ersetzt. Ein neuer Ansatz, könnte man sagen! Aber auch hier haben die finanziellen Mittel und die personellen Ressourcen des Kulturhauses ihre Grenzen, da alle Budgets im vergangenen Jahr in die Organisation des Stadtteilfestes geflossen sind. Es ist nicht einfach, das zu managen, und man fragt sich, wie es weitergeht.

Die Unterstützung für das Stadtteilfest im Rahmen einer Kooperation wäre eine Möglichkeit, falls ein anderer Veranstalter gefunden wird. Aber wer hat schon Zeit und Muse, sich um all diese organisatorischen Herausforderungen zu kümmern? Sicherheitsaspekte und steigende Anforderungen machen das Ganze nicht einfacher. Komischerweise hat das Kulturhaus Walle seit über 40 Jahren diesen Event ausgerichtet. Man hat das Gefühl, dass die guten alten Zeiten jetzt vorbei sind und dass die kommende Zeit auch neue Formate und Ideen bringen könnte.

Bis zum 9. August bleibt das Café und die Bibliothek im Kulturhaus geschlossen und die Sommerpause wird eingeläutet. Auf die Rückkehr der Aktivitäten im Kulturhaus darf man gespannt sein, denn das übrige Veranstaltungsprogramm läuft weiter. Es bleibt zu hoffen, dass die Waller bald wieder ein Fest feiern können, das der Tradition gerecht wird und die Nachbarschaft zusammenbringt.

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