Heute ist der 25.06.2026 und der Schwimmverein Weser von 1885 steht vor einem spannenden, aber auch herausfordernden Umbruch. Nach vier langen Jahren im Horner Bad kehrt der Verein endlich ins neue Westbad zurück! Die Vorfreude ist groß, auch wenn die Umstellung mit einigen Hürden verbunden ist.

Die letzten Trainingseinheiten im Horner Bad finden bald statt, das letzte Mal wird es am 26. Juni sein. Die Mitglieder, die sich in der Zwischenzeit auf die neue Situation vorbereiten müssen, haben das Gefühl, dass diese Rückkehr lange überfällig ist. Rund 310 Schwimmer haben im Horner Bad trainiert, und nun stehen sie vor der Herausforderung, sich neu zu organisieren. Die Verhandlungen mit der Bädergesellschaft waren zäh und alles andere als einfach. Politische Vorgaben sowie die Schließung des Hansewasserbades haben die Gespräche zusätzlich erschwert. Was bleibt, ist das unvermeidliche Blockbildungsmodell, das die Trainingszeiten des Vereins von vier auf zwei Termine reduziert. Ein großes Thema unter den Mitgliedern ist die Frage, ob sie sich tatsächlich so umstellen können.

Die Herausforderungen der neuen Trainingszeiten

Mit dem neuen Trainingskonzept müssen die Mitglieder ihre Zeiten überdenken. Das alte Modell erlaubte Training an vier Tagen, jetzt schrumpft das auf zwei Termine – mittwochs und freitags. Montagnachmittags wird es vorerst keine Wasserzeiten geben, was bei vielen Mitgliedern bereits für Unmut sorgt. „Die ersten Beschwerden sind bereits eingegangen“, berichtet der Vorsitzende Melzer. „Einige denken sogar über einen Vereinswechsel nach.“ Es ist verständlich, dass die Umstellung nicht einfach ist, vor allem für die, die sich an die gewohnten Zeiten gewöhnt haben.

Ein Lichtblick ist die Besichtigung des neuen Westbades am 30. Juni, wo die Mitglieder die Möglichkeit haben, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und vielleicht sogar ein bisschen zu baden. Der offizielle Trainingsstart im Westbad ist für den 18. August nach den Sommerferien angesetzt. Die Vorfreude ist ungebrochen, auch wenn die Umstellungen einen gewissen frischen Wind in die schwimmerische Routine bringen.

Ein Blick auf die Schwimmlandschaft in Deutschland

In einem größeren Kontext zeigt sich, dass der Schwimmsport in Deutschland trotz aller Herausforderungen wächst. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) zählt zum 01. Januar 2026 über 603.000 Mitglieder. Das ist ein kleiner, aber feiner Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Schwimmvereine steigt ebenfalls, und der DSV-Präsident David Profit hebt hervor, dass das Wachstum im organisierten Schwimmsport bemerkenswert ist, besonders angesichts der schwierigen Wasserflächen-Situation. In Niedersachsen, wo der SV Weser beheimatet ist, gibt es aktuell 57.025 Mitglieder in 340 Vereinen.

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Leider ist die Realität so, dass jährlich über 500.000 Kinder die Grundschule ohne Schwimmfähigkeit verlassen. Das ist alarmierend, wenn man bedenkt, dass Schwimmen eine so essentielle Fähigkeit ist. Der DSV hat sich das Ziel gesetzt, bis 2036 sicherzustellen, dass kein Kind die Grundschule ohne Schwimmfähigkeit verlässt. Das heißt, es muss dringend etwas passieren. Die Bädergesellschaften und die Politik müssen zusammenarbeiten, um die notwendige Infrastruktur zu schaffen und die Schwimmfähigkeit zu fördern.

In diesem Sinne ist es umso wichtiger, dass Vereine wie der Schwimmverein Weser nicht nur bestehen bleiben, sondern auch wachsen und sich anpassen. Die Rückkehr ins Westbad ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Herausforderungen nicht zu unterschätzen sind. Es bleibt spannend, wie sich die Mitglieder des Vereins in den kommenden Wochen und Monaten an die neue Situation gewöhnen werden. Das Wasser wartet bereits!