Es gibt sie, diese stillen Momente der Einsamkeit, selbst in einer Stadt wie Bremen, die voller Leben und Möglichkeiten steckt. Kiama Manuel, ein 27-jähriger Bremer, hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau dieser Einsamkeit entgegenzuwirken. Vor fünf Wochen gründete er den „Spazierklub“ in der Überseestadt, und die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Menschen zusammenbringen, die Lust auf Bewegung und soziale Kontakte haben. So eine Art von frischer Luft, die nicht nur den Körper, sondern auch die Seele belebt!

Der Weg war nicht immer leicht. Das erste Treffen war, gelinde gesagt, ein Flop – niemand erschien. Manuel war trotzdem mutig und brach alleine zu einem Spaziergang auf, filmte sich und lud die Videos in die sozialen Medien hoch. Was als kleine Initiative begann, hat sich mittlerweile zu einer wachsenden Gemeinschaft entwickelt. Von anfangs vier Teilnehmern ist die Gruppe auf stolze 13 Personen gewachsen. Das zeigt, dass der Bedarf da ist! Und die Social-Media-Accounts „bremenspaziert“ sprießen nur so: Über 1000 Abonnenten auf TikTok und mehr als 11.000 Views auf Instagram – das ist ganz schön was!

Ein Treffpunkt für alle

Jeden Sonntag um 15 Uhr versammeln sich die Teilnehmer beim Parkour-Park in der Winterhafenstraße 3a, um gemeinsam etwa 4000 Schritte zu machen. Das Ziel? Wie könnte es anders sein – die 10.000 Schritte pro Tag! Der Spazierklub richtet sich an alle zwischen 18 und 50 Jahren und hat mittlerweile Teilnehmer aus ganz Bremen und sogar aus Osterholz-Scharmbeck angezogen. Viele kommen alleine, auf der Suche nach neuen Bekanntschaften und dem Austausch mit Gleichgesinnten.

Der Klubs Gedanke ist nicht nur Bewegung, sondern auch eine Plattform, um neue Freundschaften zu schließen. Manuel hat das Gefühl, dass viele Bremer offener werden müssen und sieht in den gemeinsamen Spaziergängen eine Möglichkeit, Barrieren abzubauen. „Seid mutig und tut was gegen eure Einsamkeit“, appelliert er an die jungen Leute. Und es gibt sogar einen Whatsapp-Gruppe für spezielle Aktivitäten – wie Ausflüge zur Breminale oder Treffen am See. Da wird das Gemeinschaftsgefühl nochmal verstärkt!

Einsamkeit unter jungen Menschen

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass Einsamkeit auch die Jüngeren unter uns betrifft. Oft wird das Thema mit älteren Menschen in Verbindung gebracht, doch die Realität sieht anders aus. Die Corona-Pandemie hat das Bewusstsein für Einsamkeit bei jungen Menschen merklich erhöht. Abstandsregelungen und geschlossene Schulen führten zu einem massiven Verlust sozialer Kontakte. Laut Studien fühlten sich 2020 bereits 31,8% der 18-29-Jährigen einsam – ein alarmierender Anstieg. Es ist ein Phänomen, das in unserer schnelllebigen Zeit oft übersehen wird, aber umso drängender diskutiert werden sollte.

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Manuels Initiative ist ein Schritt in die richtige Richtung, um diesem Gefühl entgegenzuwirken. Die Qualität der Beziehungen ist entscheidend, und der Spazierklub könnte eine Plattform bieten, um neue, bedeutungsvolle Kontakte zu knüpfen. Junge Menschen, die oft mit Stress und Zeitdruck im Alltag konfrontiert sind, finden hier einen Raum, um einfach mal abzuschalten und neue Bekanntschaften zu schließen. Und das ganz ohne den Druck, sich in einer formellen Umgebung beweisen zu müssen.

Mit einem klaren Ziel vor Augen plant Manuel, den Spazierklub auch im Herbst und Winter fortzuführen. Das wird spannend! Die Natur hat auch in der kühleren Jahreszeit ihren eigenen Reiz, und wer weiß, vielleicht entstehen sogar die besten Freundschaften bei einem heißen Kakao nach einem Spaziergang durch die bunten Blätter. Die Aufforderung bleibt: Lasst uns gemeinsam gehen, reden, lachen und das Leben genießen!