In der Bremer Bahnhofsvorstadt tut sich einiges! Das Gewoba-Projekt Q45, das als Leuchtturmprojekt in der Gegend gilt, steht kurz vor seinem Abschluss. Am 1. Mai zieht die zweite Tranche von 60 Mietern in das ehemalige Bundeswehrhochhaus ein. Fast alle geförderten Wohnungen sind bereits vergeben, nur noch 20 stehen zur Verfügung. Die Vorfreude auf die neuen Nachbarn ist spürbar, denn die Umgestaltung des Bundeswehrhochhauses wurde mit dem Bremer Wohnbaupreis ausgezeichnet. Projektleiter Johann Christian Plagemann und sein Team haben hier ganze Arbeit geleistet.

Eine Bereicherung für die kleinen Bewohner der neuen Wohnungen ist die Kinderbetreuungseinrichtung „Muh-Kuh“, die seit dem 1. März bereits zehn Kinder untergebracht hat und noch zwölf Plätze frei hat. Für die Mobilität der neuen Mieter wird die Buslinie 25 voraussichtlich im Juni an den Kaufmannsmühlenkamp zurückverlegt, nachdem die Tiefgarage am 1. Juni fertiggestellt ist. Dies wird sicherlich die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr verbessern.

Neues Wohnprojekt für Auszubildende

Das Q45 wird nun auch ein Zuhause für Auszubildende! In Kooperation mit Gewoba wird das Azubiwerk Bremen ab sofort zehn Studio-Appartements im Q45 vermitteln. Einzugstermin ist im März 2026. Geplant ist eine Erweiterung um zehn weitere Appartements, sodass insgesamt 86 Plätze zur Verfügung stehen werden. Die Appartements haben eine Größe von 29 bis 33 Quadratmetern und die Mietpreise gestalten sich moderat: 12,50 Euro pro Quadratmeter. Für eine 30-Quadratmeter-Wohnung belaufen sich die geschätzten monatlichen Gesamtkosten auf etwa 445 Euro, inklusive Nebenkosten, Heizung, Strom und Internet.

Um einen Mietvertrag zu bekommen, benötigen Interessierte einen gültigen Wohnberechtigungsschein und eine Gewoba-Interessenten-Nummer. Das Azubiwerk Bremen organisiert die Vergabe der Appartements über ein Losverfahren, wobei die nächste Verlosung am 27. Januar 2026 stattfindet. Neben einem Waschsalon und einer Fahrradwerkstatt wird auch eine sozialpädagogische Beratung und Alltagsunterstützung durch den Concierge angeboten.

Herausforderungen und Zukunftsausblick

Trotz der positiven Entwicklungen gibt es auch Herausforderungen zu bewältigen. Aktuell ist die Müllentsorgung in der Anlage problematisch, da die Türen der Müllbehälter nicht zu öffnen sind. Vorübergehend wurden die Container an der Daniel-von-Büren-Straße aufgestellt. Zudem sind keine Lebensmittelläden oder Arztpraxen in der unmittelbaren Umgebung geplant, trotz der Bemühungen, diese anzusiedeln.

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Ein weiteres Highlight wird das Café im Parterre des Bundeswehrhochhauses sein, das voraussichtlich im August oder September eröffnet wird und von der Bremer Werkgemeinschaft betrieben wird. Die Pläne für die 14. Etage sind ebenfalls vielversprechend: Anstelle eines Restaurants wird es dort kreative und kulturelle Angebote geben, mit Workshops und Ausstellungen ab Januar 2027.

Insgesamt stehen im Q45 162 öffentlich geförderte Wohnungen zur Verfügung, und mit der Fertigstellung des Projekts wird die Bahnhofsvorstadt auf ein neues Kapitel in der Stadtentwicklung zusteuern. Der Senat plant zudem ein neues Wohnraumförderprogramm, um weitere Projekte wie dieses zu unterstützen. Hier können Projektentwickler:innen ihre Interessensbekundungen einreichen und von einer möglichen Förderung profitieren. Für Fragen stehen die Förderstelle und die Bremer Aufbau-Bank GmbH zur Verfügung.

Die Entwicklungen im Q45 sind ein spannendes Beispiel für die positive Veränderung in Bremen, und wir dürfen gespannt sein, wie dieses neue Quartier das Leben in der Bahnhofsvorstadt bereichern wird.