In letzter Zeit haben sich die Wartezeiten auf Steuerbescheide in Deutschland zu einem heiß diskutierten Thema entwickelt. Insbesondere in Niedersachsen, wo die durchschnittliche Wartezeit auf einen Steuerbescheid stolze 45,7 Tage beträgt, ist das Thema besonders brisant. Aber was bedeutet das für uns Bremer? Nun, die Nachrichten sind nicht gerade rosig: Bremen belegt mit einer Bearbeitungszeit von 56,1 Tagen den letzten Platz im Bundesvergleich. Das ist schon ein ganz schöner Batzen Zeit, den man da in Kauf nehmen muss!

Um einen Überblick über die Bearbeitungszeiten zu bekommen, lohnt sich ein Blick auf die Nachbarländer. In Mecklenburg-Vorpommern müssen die Steuerzahler 50 Tage warten, Hamburg kommt auf 44,5 Tage und Schleswig-Holstein auf 46,3 Tage. Ein Lichtblick – wenn man das so nennen kann – ist, dass Niedersachsen sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert hat. Die Bearbeitungszeit sank von fast 54 Tagen auf 44,4 Tage im Jahr 2024. Damit hat Niedersachsen nun den neunten Platz im Ländervergleich erreicht. Zumindest etwas! Aber was ist mit Bremen? Hier bleibt die Situation angespannt.

Bremen am Ende der Fahnenstange

Mit einer durchschnittlichen Wartezeit von 56,1 Tagen schneidet Bremen wirklich schlecht ab. Während in Hessen die besten Finanzämter nur 41,1 Tage benötigen, ist unser Finanzamt in Bremen quasi ein Schneckentempo. Und auch im Vergleich zu anderen Bundesländern sieht es mau aus. Das Saarland, das mit 53,8 Tagen ebenfalls nicht gerade flott unterwegs ist, liegt immerhin noch vor uns! Schaut man auf die Daten, wird deutlich, dass die Bearbeitungszeiten für Steuererklärungen stark variieren. Manche Finanzämter kommen in Niedersachsen auf gerade einmal 33 Tage, während andere, wie Wolfenbüttel, mit 65 Tagen die Geduld ihrer Steuerzahler ordentlich strapazieren.

Die Gründe für die langsamen Bearbeitungszeiten sind vielschichtig. Einerseits gibt es den demografischen Wandel, der zu einem Rückgang des Personals in den Finanzämtern führt – und das um 1%! Na super, das wird ja richtig spannend. Auf der anderen Seite gibt es Krankheitsfälle, Elternzeit und notwendige Rückfragen, die die Bearbeitung weiter verlangsamen. Eigentlich müsste man sich fragen, ob die Digitalisierung nicht längst hätte helfen müssen. Das Finanzministerium fordert eine Vereinfachung der Steuergesetzgebung – ein Schritt, der längst überfällig scheint.

Ein Blick in die Zukunft

Rund 85.000 Menschen in Teilen Norddeutschlands könnten künftig ihre Steuererklärung vom Amt erledigen lassen. Das klingt doch nach einer möglichen Entlastung. Und während wir uns hier in Bremen noch mit den langen Wartezeiten herumschlagen, hat Thüringen die schnellsten Finanzämter mit einer Bearbeitungszeit von 39,1 Tagen. Ehrlich gesagt, könnte man neidisch werden! Aber für uns Bremer heißt es erst mal: Geduld haben. Die Hoffnung bleibt, dass sich die Bearbeitungszeiten in der Zukunft verbessern und wir nicht ewig auf unseren Steuerbescheid warten müssen.

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Die Bearbeitungszeiten variieren stark je nach Wohnort. Selbst Arbeitnehmer können oft schneller mit ihren Bescheiden rechnen – in einigen Bundesländern sogar unter 40 Tagen. Aber für Selbstständige und Freiberufler? Da wird’s schon kniffliger. Überhaupt scheint es so, als ob die meisten Bundesländer in den vergangenen Jahren ihre Bearbeitungszeiten verbessert haben. Nur vier Bundesländer überschreiten die 50-Tage-Grenze. Und Bremen? Tja, da bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als das Warten in Kauf zu nehmen und die Daumen zu drücken, dass sich bald etwas ändert.