Das Kasperletheater von Herbert und Ursula Epha Schröer ist ein wahres Kleinod in Bremen-Vegesack. Alle zwei Monate verwandelt sich das Heimatmuseum Schloss Schönebeck in eine Bühne für die kleinen Besucher, wenn das Ehepaar seine mit viel Liebe zum Detail selbst kreierten Puppenspiele aufführt. Die beiden Puppenspieler sind nicht nur die kreativen Köpfe hinter den Stücken, sie stellen auch die Requisiten und Kostüme in sorgfältiger Handarbeit her. Ein echter Familienbetrieb, könnte man sagen!

Die Aufführungen sind ein echtes Erlebnis für Kinder im Alter von vier bis acht Jahren – und für ihre Eltern natürlich auch! Mit einer Dauer von etwa einer halben Stunde bringen die Schröers die kleinen Zuschauer zum Lachen und Staunen. Bis zu 30 Kinder und ihre Begleitpersonen kommen regelmäßig vorbei, viele von ihnen sind bereits Stammgäste. Die Kinder dürfen sogar aktiv mit den Figuren interagieren, was die Vorführung noch lebendiger macht. Das Ehepaar hat sich sogar eine kleinere Bühne gebaut, weil die große nicht mehr genutzt werden kann. Ein Zeichen dafür, dass Leidenschaft manchmal auch Kompromisse erfordert.

Ein Stück Tradition und Nachfolge

Herbert Schröer, ein ehemaliger Pastor, der bis 2009 der Kirchengemeinde St. Magni vorstand, und seine Frau Ursula sind auf der Suche nach Nachfolgern für ihr Puppentheater. Sie laden Interessierte herzlich zu ihren Aufführungen ein, die am ersten Sonntag im August, Oktober und Dezember um 11 Uhr stattfinden. Der Eintritt für ein Kind und eine erwachsene Begleitperson ist frei, während zusätzliche Erwachsene nur den Museumseintritt zahlen müssen. Ein wirklich faires Angebot, das man nicht ablehnen kann!

Die Puppen, die in ihren Stücken zum Einsatz kommen, stammen teilweise aus einem Komplettsatz, den Herbert nach der Wende bei Karstadt erwarb. Darunter sind 25 Original Dresdner Künstlerpuppen sowie zahlreiche weitere Figuren. Das Kasperlespiel hat eine lange Tradition, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Es begann als derbes Jahrmarktsvergnügen, das mit clownesken Figuren und oft obszöner Sprache den Volksgeschmack ansprach. In der heutigen Zeit hat sich das Puppenspiel stark gewandelt, und das Ehepaar Schröer zeigt, wie man die alten Traditionen liebevoll bewahren und gleichzeitig an die Bedürfnisse der modernen Kinder anpassen kann.

Die Kunst des Puppenspiels

Die selbstverfassten Stücke der Schröers füllen bereits mehrere Ordner und werden vor jeder Aufführung sorgfältig geprobt. Mit einem Augenzwinkern könnte man sagen, dass die Puppen manchmal mehr Leben haben als manch ein Schauspieler! Bei den Aufführungen wird die Interaktion mit den kleinen Zuschauern großgeschrieben, was nicht nur die Kinder begeistert, sondern auch das Ehepaar selbst. Man merkt sofort, dass die beiden mit Herzblut dabei sind. Es ist eine wahre Freude, ihre Begeisterung zu erleben!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Ursprünge des Kasperlespiels reichen weit zurück und haben sich über die Jahre verändert. Vom Jahrmarktstheater hat sich das Puppenspiel hin zu einer Form entwickelt, die sowohl unterhaltsam als auch lehrreich ist. In der heutigen Zeit steht das Erlernen von Werten und das Verstehen von sozialen Normen im Vordergrund. Das Ehepaar Schröer, das dringend Nachfolger sucht, bietet nicht nur einen Blick in eine faszinierende Welt, sondern auch die Möglichkeit, selbst Teil dieser Tradition zu werden. Sie sind bereit, Interessierte anzulernen und ihnen die Kunst des Puppenspiels näherzubringen.

Das Kasperletheater in Schönebeck ist also nicht nur ein Ort des Schauspiels, sondern auch ein Ort des Lernens und des Miteinanders. Es ist eine Einladung an die nächsten Generationen, die Magie des Puppenspiels zu entdecken und in die Fußstapfen zweier leidenschaftlicher Künstler zu treten, die ihr Leben dem Lachen und Lernen der Kinder gewidmet haben.