Heute ist der 20.05.2026 und in Borgfeld brodelt es. Ein heiß diskutiertes Thema: die Öffnung des Hamfhofswegs für den Autoverkehr während der Bauphase des neuen Rewe-Marktes. Die CDU hat einen Antrag gestellt, der die Unterstützung des Borgfelder Einzelhandels fördern soll. Klingt gut, oder? Aber wie so oft gibt’s auch hier einige Hürden. Die SPD, die Grünen, Anwohner und sogar die Polizei äußern Bedenken – und das aus gutem Grund. Verkehrssicherheit ist ein großes Thema, besonders für Kinder und Radfahrer.
Die Bauarbeiten sind für Januar bis November 2027 angesetzt. Das bedeutet, dass der Verkehr durch schwere Laster und Kranfahrzeuge wohl erst mal nicht weniger werden wird. Geschäftsleute machen sich Sorgen, dass potenzielle Kunden während dieser Zeit fernbleiben könnten. Und das wäre für den Einzelhandel in Borgfeld ein echter Rückschlag. Wolfgang Klüver von der CDU sieht das anders. Er ist überzeugt, dass die Öffnung des Hamfhofswegs sinnvoll sei, da der Verkehr dort in den letzten Jahren ohnehin zurückgegangen ist.
Die verschiedenen Perspektiven
Doch die Bedenken der anderen Parteien sind nicht unbegründet. Michael Kruse von den Grünen und Heiko Kothe von der SPD haben ihre Zweifel bezüglich der Umsetzbarkeit des Antrags. Die Schmalheit der Straße könnte für Radfahrer und Fußgänger zu einem echten Sicherheitsrisiko werden. Ein Zuhörer hat darauf hingewiesen, dass es ohnehin schon Engpässe auf dem Hamfhofsweg gibt. Das macht die Situation nicht einfacher.
Heiko Kothe hat vorgeschlagen, dass sich der Projektleiter der Bauherrin, Gesellschaft Katenkamp & Fuhrmann, äußern sollte, bevor es zu weiteren Entscheidungen kommt. Das ist, wie ich finde, ein kluger Vorschlag. Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bramsiepe hat dem zugestimmt – schließlich bleibt ja noch ein wenig Zeit bis zur eigentlichen Baumaßnahme. Bernd Stenner von der SPD hat sogar angeregt, das Thema zu vertagen, bis die Verkehrssicherheit wirklich geklärt ist. Man fragt sich: Ist das alles wirklich so einfach?
Die Rolle der Polizei
Ein Polizist hat noch zwei gewichtige Argumente gegen die Öffnung des Hamfhofswegs angeführt: die hohe Gefährdung durch Gegenverkehr und die exorbitanten Kosten für eine kurzfristige Änderung der Verkehrsführung. Der Beirat hat den Antrag der CDU schließlich einstimmig vertagt. Die Debatte zeigt, wie komplex und vielschichtig solche Entscheidungen sind. Es geht nicht nur um die Eröffnung eines Weges, sondern um das Wohl aller, die in Borgfeld leben und arbeiten.
Ingo Buchenau von der Schützengilde hat zudem informiert, dass der Parkplatz vor der Schützenhalle abgerissen und neu gestaltet wird. Das wird sicher auch seine Herausforderungen mit sich bringen. Vielleicht wird das Ganze am Ende eine Win-win-Situation für alle? Oder doch nicht? Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich die Dinge entwickeln. Die Vorfreude auf den neuen Rewe-Markt ist da, aber die Unsicherheiten bleiben. Es bleibt spannend, und wir werden die Entwicklungen weiter im Auge behalten!