In Borgfeld hat sich in den letzten Wochen ein kleines Wunder vollzogen. Der Wümmedeich an der alten Franzosenbrücke, nach 50 Jahren endlich fertiggestellt, bringt frischen Wind in die Region. Ein Projekt, das nicht nur von Bedeutung für den Hochwasserschutz ist, sondern auch eine Herzensangelegenheit für Wilhelm Dehlwes, einen 86-jährigen Bürger, der mit viel Engagement und Hingabe sein Grundstück zur Verfügung stellte. Es ist bewundernswert, wenn jemand in diesem Alter noch so viel Herzblut in die Gemeinschaft steckt!

Wilhelm Dehlwes hat nicht nur ein künstlerisch gestaltetes Tor für den Deichverband in Auftrag gegeben, sondern auch eine Zufahrt zum Deich geschaffen, die es zuvor nicht gab. Vorher war es für Maschinen unmöglich, den Deich zu erreichen, was die Wartungsarbeiten erheblich erschwerte. Mit Dehlwes’ Vorschlag, die Zufahrt zur Borgfelder Allee anzulegen, wurde der Deichverband aktiv und beauftragte eine Fachfirma mit den notwendigen Arbeiten. Der Deichverband kümmerte sich um die Erdarbeiten und die Profilierung der Deichböschung. Es ist schon beeindruckend, wenn man bedenkt, wie viel Planung und Arbeit hinter einem solchen Projekt steckt!

Ein Tor zur Sicherheit

Das abgesteckte Fundament für das neue Tor misst vier Meter in der Breite und 1,40 Meter in der Höhe – eine echte Landmarke, die nicht nur funktional ist, sondern auch ästhetisch etwas hergibt. Dehlwes selbst sieht die Initiative als eine Verantwortung für den Hochwasserschutz, was man wirklich spüren kann. Das Grundstück an der Warfer Landstraße 70/72, das sein Elternhaus umfasst, ist nicht nur für ihn von Bedeutung, sondern auch für das Ortsbild. Hier hat sich über die Jahre viel verändert, besonders nach der Flutkatastrophe von 1962/63, die den japanischen Garten, der einst auf dem Grundstück prangte, ein Ende setzte.

Zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen plant Dehlwes, eine Bank am Flussufer aufzustellen und einen Zaun vom Tor bis zur Wümme zu errichten. Damit wird der Deich nicht nur sicherer, sondern auch einladender für die Anwohner und Besucher. Die genauen Kosten für das Projekt sind zwar nicht bekannt, aber der Wert, den es für die Gemeinschaft bringt, lässt sich nicht in Geld messen. Hier wird unermüdlich für die Sicherheit und das Wohl der Menschen gearbeitet.

Hochwasserschutz in Bremen

Die Verantwortung für den Hochwasserschutz in Bremen liegt bei den Deichverbänden, die organisatorisch unabhängig sind. Dies ist ein wichtiges Detail, denn es zeigt, wie dezentral die Strukturen im Bereich des Hochwasserschutzes organisiert sind. Während die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation für die Unterhaltung bestehender Anlagen zuständig ist, sorgt eine andere Behörde für die Anpassung der Schutzdeiche. Der „Generalplan Küstenschutz“, der 2007 von Niedersachsen und Bremen aufgestellt wurde, hat viele Maßnahmen angestoßen, die auch in Borgfeld spürbar werden.

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Man kann sich gut vorstellen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit bremenports GmbH & Co. KG ist, um die Hochwasserschutzanlagen regelmäßig zu überprüfen und anzupassen. Jährliche Sachstandsberichte halten die Bürger auf dem Laufenden über die Entwicklungen. Hier wird deutlich: Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die alle betrifft. Ein Deichbeirat, der 2010 ins Leben gerufen wurde, fungiert als Bürgerbeteiligungsinstrument und sorgt für Transparenz bei den verwendeten Mitteln. So bleibt der Kontakt zur Bevölkerung nicht nur bestehen, sondern wird auch gestärkt.

Natürliches Gleichgewicht

Gerade in Zeiten des Klimawandels ist es wichtiger denn je, nicht nur die technischen Schutzmaßnahmen zu betrachten, sondern auch den ökologischen Aspekt. Hochwasserretentionsflächen, die Wasser zwischenspeichern, sind unverzichtbar, um den Verlauf von Hochwasserwellen zu dämpfen. Das Wasserhaushaltsgesetz fordert sogar die Ausweisung solcher Flächen, um den natürlichen Wasserfluss zu fördern. Es ist ein stetiges Ringen zwischen menschlichen Bedürfnissen und der Natur, das hier in Borgfeld auf ganz anschauliche Weise sichtbar wird.

Die Renaturierung von Gewässern, die durch Deichrückverlegungen ermöglicht wird, trägt dazu bei, den Flüssen mehr Raum zu geben und die Biodiversität zu fördern. Es wird deutlich, dass der Hochwasserschutz nicht nur eine technische Herausforderung ist, sondern auch eine Chance für die Umwelt. In Borgfeld wird dieser Gedanke durch die engagierte Arbeit von Wilhelm Dehlwes und dem Deichverband sichtbar, und das ist einfach nur großartig.