In der beschaulichen Gartenstadt Vahr, Bremen, lebt ein Mann, der über 400 Spiele im deutschen Profifußball geleitet hat – Thomas Gorniak. Mit seinen 45 Jahren hat er eine beachtliche Karriere hinter sich, die im Teenageralter bei TuRa Bremen begann. Wer hätte gedacht, dass der kleine Junge mit dem Schiedsrichterschein von 1995 eines Tages fast 200 Bundesliga-Partien und über 200 Einsätze in der Zweiten Liga leiten würde? Beeindruckend, oder? Und jetzt, nach über 31 Jahren, hat er beschlossen, seine Laufbahn als Assistent im Profifußball zu beenden. Ein Kapitel schließt sich, ein neues beginnt.

Seine letzte Zweitligapartie, ein 1:0-Sieg von Schalke gegen Fortuna Düsseldorf, war sozusagen das Sahnehäubchen auf seine lange Schiedsrichterkarriere. Das Schiedsrichtergespann erhielt von einem Kicker eine Note von 1,5 – das ist schon eine Ansage! Aber Gorniak ist nicht nur ein hervorragender Assistent, sondern auch hauptberuflicher Rechtspfleger. Ein ganz normaler Typ, der in seiner Freizeit die Spiele leitet und sich mit der Einführung von VAR und Torlinientechnik anfreunden konnte. Wenigstens hat er positive Erfahrungen mit diesen Neuerungen gemacht.

Der Weg zum Profi

Die Anfänge waren eher unspektakulär. Gorniak pfiff zunächst ohne Schiedsrichter-Trikot, um sich ein bisschen Taschengeld zu verdienen. Aber schnell legte er den Grundstein für seine beeindruckende Karriere. 1998 war er bereits in der Regionalliga aktiv, und 2004 folgte der Aufstieg in die Zweite Bundesliga. 2012 schaffte er schließlich den Sprung in die Bundesliga – ein wahrer Traum eines jeden Schiedsrichters. Es ist schon verrückt, wie die Zeit vergeht und wie sich alles entwickelt hat.

Selbstverständlich wird der Fußball in Deutschland von einer großen Zahl an Mitgliedern getragen. Der DFB hat für die Saison 2023/24 eine Mitgliederstatistik veröffentlicht, die zeigt, dass über 7,7 Millionen Menschen in rund 24.000 Fußballvereinen organisiert sind. Ein Anstieg von knapp 4,7 Prozent im Vergleich zur letzten Saison, und das ist nicht nur eine Zahl, sondern ein Signal für die Beliebtheit des Fußballs in unserem Land. Gorniak, der bald in der 3. Liga als Schiedsrichterbeobachter tätig sein möchte, wird also weiterhin in der Fußballwelt präsent bleiben, auch wenn er nicht mehr auf dem Platz steht.

Ein neuer Lebensabschnitt

Doch was kommt nach dem Pfiff? Gorniak hat bereits Pläne geschmiedet. Neben seiner neuen Rolle als Schiedsrichterbeobachter möchte er auch als Kampfrichter im Schwimmen aktiv werden und sich auf einen Ironman vorbereiten. Das klingt nach einer spannenden Herausforderung! Ein bisschen Abwechslung hat noch niemandem geschadet, oder?

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Komischerweise zeigen sich Gorniaks Kinder nicht für Fußball interessiert. Während er sich in die Höhen und Tiefen des Fußballs stürzt, scheinen sie ganz andere Interessen zu haben. Aber hey, jeder hat seine eigenen Vorlieben. Vielleicht wird das noch, wenn sie älter werden – oder vielleicht auch nicht. Das macht die Sache ja auch spannend.

In einer Welt, in der die Schiedsrichterzahlen dank einer Welle von 10.900 neuen Schiedsrichtern um 22 Prozent gestiegen sind, bleibt zu hoffen, dass Gorniaks Leidenschaft für den Sport weiterhin ansteckend wirkt. Schließlich leiteten in der Saison 2023/2024 fast 58.500 Schiedsrichter rund 1,34 Millionen Spiele. Es ist also noch genug Platz für frischen Wind im deutschen Fußball.

Die Liebe zum Spiel bleibt, auch wenn die Pfeife nun ruhen wird. Thomas Gorniak ist ein Beispiel dafür, wie man mit Leidenschaft und Hingabe seine Träume verfolgt. Und wer weiß, vielleicht sehen wir ihn bald auf einer anderen Bühne – als Beobachter, Kampfrichter oder einfach nur als begeisterten Zuschauer.