Heute ist der 27. Mai 2026, und wir schauen uns einmal genauer an, wie es um das Sicherheitsgefühl in Bremen und Bremerhaven steht. Eine aktuelle Befragung zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger hierzulande überwiegend ein positives Sicherheitsgefühl haben. Das Landeskriminalamt Bremen hat in einer umfassenden Umfrage etwa 29.000 Menschen befragt – fast die Hälfte davon hat sich beteiligt. Die Ergebnisse sind durchaus ermutigend.

93% der Befragten fühlen sich tagsüber sicher, während es nachts noch 70% sind. Das klingt erstmal großartig – und doch gibt es bestimmte Orte, die den Menschen Unbehagen bereiten. In Bremen sind das unter anderem der Hauptbahnhof, das Steintorviertel und die Innenstadt. In Bremerhaven hingegen sorgen der Bahnhof und Stadtteile wie Lehe für ein mulmiges Gefühl. Es zeigt sich also: Auch in einer Stadt wie Bremen, die auf den ersten Blick sicher wirkt, gibt es Ecken, die als unsicher wahrgenommen werden.

Die Sicht der Polizei und das Bürgerfeedback

Die Innensenatorin Eva Högl (SPD) hat Verständnis für diese Sorgen geäußert und betont, wie wichtig es ist, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken. Die Zufriedenheit mit der Polizeiarbeit ist ebenfalls bemerkenswert: 75% der Befragten, die Kontakt zur Polizei hatten, waren zufrieden. 87% bewerten die Polizeiarbeit als professionell. Das Vertrauen in die Polizei scheint also stabil zu sein. In Bremerhaven berichten sogar neun von zehn Personen, dass sie die Polizistinnen und Polizisten als bürgerfreundlich empfinden.

Doch was wünschen sich die Bürger? Mehr Verkehrskontrollen und zusätzliche Polizeikräfte an Brennpunkten. Das zeigt, dass die Menschen ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit haben und bereit sind, aktiv zur Verbesserung beizutragen. Die Erreichbarkeit der Polizei ist ein weiteres Thema, das die Bürger beschäftigt. Sie wünschen sich mehr Informationen über die Kriminalitäts- und Sicherheitslage. Auch die Präsenz von Streifenwagen wird überwiegend positiv bewertet, wobei eine Mehrheit mehr Fuß- und Fahrradstreifen fordert.

Ein Blick auf die nächtliche Sicherheit

<pTrotz des überwiegend positiven Sicherheitsgefühls gibt es Sorgen – besonders nachts. Nur 70% der Befragten fühlen sich nach Einbruch der Dunkelheit sicher. In Bremen und Bremerhaven haben über 60% der Menschen an bestimmten Orten Bedenken. In Bremerhaven sind das Grünhöfe, die Alte Bürger und das Goetheviertel. Das bringt uns zurück zu einer breiteren Diskussion über das Sicherheitsgefühl in Deutschland. Eine Studie des Bundeskriminalamts aus dem Jahr 2020 hat gezeigt, dass auch auf nationaler Ebene nur knapp drei Viertel der Menschen sich in ihrer Wohngegend sicher fühlen, wenn sie allein unterwegs sind.

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Besonders Frauen haben ein höheres Sicherheitsbedürfnis, was irgendwie nachvollziehbar ist, wenn man bedenkt, dass über 90% der Opfer von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung weiblich sind. Das ist ein besorgniserregender Trend, der nicht ignoriert werden kann. Zudem machen sich Erwachsene zwischen 35 und 45 Jahren die größten Sorgen, Opfer einer Straftat zu werden. Wenn wir über Sicherheit sprechen, müssen wir auch die Perspektiven der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in den Blick nehmen.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Es bleibt abzuwarten, wie diese Erkenntnisse die zukünftige Polizeiarbeit und die Sicherheitsstrategien in Bremen und Bremerhaven beeinflussen werden. Die hohe Beteiligung an der Befragung ist ein positives Zeichen, dass die Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Gestaltung ihrer Sicherheitslage mitwirken möchten. Zukünftige Sicherheitsbefragungen sollen weiterhin Trends und Entwicklungen aufzeigen, um das Dunkelfeld im Land Bremen aufzuhellen. Die Diskussion über Sicherheit und deren Wahrnehmung ist also alles andere als abgeschlossen – sie wird uns noch lange beschäftigen.