Waakhausen im Aufruhr: Bürger kämpfen gegen Schießstand und unklare Vorfahrtsregelung
Heute ist der 25.06.2026, und in Waakhausen ist die Stimmung angespannt. Bei einer Bürgerversammlung, die etwa 20 interessierte Bürger zusammenbrachte, standen gleich mehrere brennende Themen auf der Agenda. Bürgermeister Stefan Schwenke und Ortsvorsteher Wolfgang Wedelich leiteten die Versammlung, während die Bürgerinitiative sich über die unzureichende Informationspolitik der Gemeindeverwaltung beschwerte. Besonders im Fokus: Der Schießstand, dessen Eigentümer ein Zielabweichungsverfahren beim Landkreis anstreben. Das ist nötig, um den Flächennutzungsplan der Gemeinde zu ändern – eine Angelegenheit, die viele Waakhauser beschäftigt.
Andreas Oeller von der Bürgerinitiative ließ kein gutes Haar am Schießstand und bezeichnete ihn als „größten Umweltskandal im Landkreis Osterholz“. Währenddessen gab es ein aufschlussreiches Detail: Bürgermeister Schwenke hatte bislang keine Informationen vom Landkreis über die nötige Sanierung des Schießstands erhalten. Die Eigentümer kommunizieren nur über Anwälte, was die Situation nicht gerade vereinfacht. Ein weiteres heißes Thema war die neue Vorfahrtsregelung an der Einmündung K 11. Hier müssen Linksabbieger nun gegenüber Rechtsabbiegern Vorfahrt gewähren, was auf gemischte Reaktionen stieß. Der Bürgermeister vermutet, dass die Entscheidung des Landkreises auf der Länge der Abbiegespuren basiert – ein Punkt, der die Gemüter der Bürger erhitzte.
Feuerwehrhaus und Ortswehren
Gleichzeitig wurde über die bevorstehende Grundsteinlegung für ein neues Feuerwehrhaus in Worpswede gesprochen, die für den Herbst geplant ist. Das neue Haus soll Platz für 100 Feuerwehrleute bieten – ein bisschen viel, wenn man bedenkt, dass in Worpswede nur 54 aktive Mitglieder sind. Bürgermeister Schwenke versicherte, dass keine kleinen Ortswehren geschlossen werden sollen, was für einige Bürger eine wichtige Botschaft war. Der Feuerwehrbedarfsplan sieht den Erhalt aller Ortswehren vor, was zumindest etwas Beruhigung in die Reihen der Feuerwehrleute bringt.
Wie sich die Diskussionen weiterentwickeln werden, bleibt abzuwarten. Die Unzufriedenheit über die Informationspolitik der Gemeinde könnte zum Katalysator für weitere Bürgerinitiativen werden. Der Schießstand, die Vorfahrtsregelung und die Kapazitäten des Feuerwehrhauses – all diese Themen sind nicht nur lokal relevant, sie berühren auch die Herzen der Menschen, die in Waakhausen und Umgebung leben. Es bleibt spannend, wie die Gemeinde auf die berechtigten Anliegen ihrer Bürger reagieren wird.
